Süddeutsche Zeitung

Leute:Hauptsache, nebulös

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Jennifer Lopez äußert sich zu Trennungsgerüchten, Madonna verkleidet sich als Frida Kahlo, und Elton John arbeitet heimlich an einem neuen Album.

Jennifer Lopez, 54, Sängerin und Schauspielerin, spricht in Rätseln. Als sie bei einer Pressekonferenz zu ihrem neuen Film „Atlas“ von einem Reporter auf Gerüchte angesprochen wurde, dass ihre Ehe mit Schauspielkollege Ben Affleck, 51, vor der Scheidung stehe, lachte J.Lo kurz auf und antwortete kryptisch: „Du weißt es besser.“ Die spanisch-US-amerikanische TV-Show „El Gordo y la Flaca“ teilte ein Video von der Szene auf Instagram. Seit einigen Tagen machen Trennungsgerüchte um das Hollywood-Paar „Bennifer“ die Runde, Lopez und Affleck waren fast zwei Monate lang nicht gemeinsam aufgetreten und wurden zuletzt mal mit, mal ohne Eheringe gesichtet. Das Paar hat im Juli 2022 Hochzeit gefeiert. Anfang der Nullerjahre waren sie bereits einmal für zwei Jahre liiert gewesen, hatten dann aber jeweils anderweitig geheiratet, bevor sie 2021 wieder zueinanderfanden.

Madonna, 65, Sängerin, schlüpft in fremde Kleider. Auf Instagram teilte die US-Amerikanerin eine Serie von Fotos, auf denen sie unter anderem ein weißes Kleid mit Blumenstickerei und dazu passende Netzhandschuhe trägt. Dazu schrieb sie, dass die Bilder bei einem Besuch im Haus der Familie ihrer „ewigen Muse“, der Malerin Frida Kahlo (1907–1954), in Mexiko-Stadt entstanden seien. „Für mich war es magisch, ihre Kleider und ihren Schmuck anzuprobieren, ihre Tagebücher und Briefe zu lesen und Fotos zu sehen, die ich noch nie gesehen hatte.“ Unter dem Beitrag sammelten sich einige pikierte Kommentare. „Darf sie wirklich die Kleider von Frida tragen? Ist das nicht ein kulturelles Erbe?“, heißt es da, oder: „Ich bin Mexikanerin und ich bin mir sicher, dass niemals ein Mexikaner das machen könnte.“ Auch von einem „Sakrileg“ ist die Rede.

Elton John, 77, Sänger, arbeitet an einem nicht länger geheimen Album. Sein Songschreiber Bernie Taupin, 74, sagte laut einem Bericht der Sun auf einem Songwriter-Event in London: „Elton und ich haben ein weiteres Album, das bald veröffentlicht werden soll. Ich traue mich nicht, etwas darüber zu sagen, weil mir striktes Stillschweigen verordnet wurde.“ Er halte die Songs jedenfalls für „ziemlich brillant und ziemlich zeitgemäß“. Elton John hatte sich mit einer fünfjährigen Farewell-Tour von der Bühne verabschiedet, das letzte von den 330 Konzerten gab er im Juli 2023 in Stockholm.

Anya Taylor-Joy, 28, Schauspielerin, will nicht im falschen Moment Tränen vergießen. In einer Szene des Films „The Witch“ (2015) habe sie die Anweisung gehabt zu weinen, sagte sie der britischen Ausgabe des Männermagazins GQ. Doch anders als sonst seien ihr keine Tränen gekommen. „Irgendwann sagte ich: Sie ist wütend, sie ist verdammt angepisst. Man hat ihr immer wieder Vorwürfe gemacht, und sie unternimmt nichts. Wir müssen das mit dem Weinen lassen.“ Auch beim Dreh der Horrorkomödie „The Menu“ (2022) sprach sie sich demnach dafür aus, in einer Szene nicht weinend zu reagieren. „Ich habe den Ruf bekommen, für die weibliche Wut zu kämpfen, was seltsam ist, weil ich nicht für Gewalt eintrete“, sagte sie. „Aber ich trete dafür ein, dass Frauen als Menschen wahrgenommen werden.“ Taylor-Joy spielt aktuell die Hauptrolle im Film „Furiosa: A Mad Max Saga“, der in Cannes Premiere hatte.

Michael Richards, 74, Schauspieler und Comedian, zeigt späte Reue. 2006 hatte seine Karriere abrupt geendet, als er bei seiner Comedy-Show Zwischenrufer mit dem N-Wort beleidigte. „Ich habe es sofort bereut, als ich es auf der Bühne gesagt habe“, sagte Richards nun dem People-Magazin. Er habe die vergangenen 17 Jahre in „tiefer Analyse“ verbracht, um herauszufinden, woher seine innerliche Wut komme, die immer wieder aus ihm herausgebrochen sei. „Anstatt davor wegzulaufen, bin ich ins kalte Wasser gesprungen und habe versucht, daraus zu lernen. Das war nicht einfach“, fügte er hinzu. Als Ursache machte er seine eigene Unsicherheit aus. Seit dem Vorfall war Richards, der für seine Rolle als Cosmo Kramer in der Sitcom „Seinfeld“ mit drei Emmys ausgezeichnet worden war, kaum noch in der Öffentlichkeit aufgetreten. Im Juni sollen seine Memoiren erscheinen. Auf ein Comeback sei er aber nicht aus.

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