Leute:Glück trotz Krise

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Die Zeiten, in denen Greta Thunberg zurückhaltend auf Anfeindungen reagiert, sind womöglich vorbei. (Foto: Henning Kaiser/dpa)

Greta Thunberg fühlt sich gut wie nie. William Shatner empfand seine Reise ins Weltall als deprimierend. Und Max Raabe entdeckt einen Vorteil in seiner Garderobe.

Greta Thunberg, 19, schwedische Klimaaktivistin, fühlt sich bestens. "Manchmal kommt es mir selbst komisch vor, weil ich ja weiß, dass die Klimakrise viele Menschen depressiv macht. Ich aber bin so glücklich wie niemals zuvor. Vielleicht, weil ich einen Sinn spüre", sagte sie dem Magazin Stern. Dennoch hadert sie manchmal damit, die richtigen Entscheidungen zu treffen: "Ich sitze einfach da und denke nach. Manchmal werfe ich auch eine Münze oder frage Leute ohne Kontext: ja oder nein? Es fällt mir sehr schwer, Entscheidungen zu treffen." Spannend sei: "Je größer die Entscheidungen, umso einfacher ist es."

(Foto: via www.imago-images.de/imago images/Cover-Images)

William Shatner, 91, kanadischer Schauspieler, hat die Faszination für den Weltraum verloren. "Alles, was ich sah, war der Tod", schreibt er in seinem Buch "Boldly Go: Reflections on a Life of Awe and Wonder", aus dem das Magazin Variety zitiert. Shatner wurde durch seine Rolle als Captain Kirk in der Serie "Raumschiff Enterprise" bekannt; 2021 ging er schließlich auch in der Realität ins All. "Meine Reise in den Weltraum sollte eine Feier sein. Stattdessen fühlte sie sich wie eine Beerdigung an", schreibt er weiter. Er habe entdeckt, dass die Schönheit nicht im All liegt, sondern "da unten", auf der Erde.

(Foto: Britta Pedersen/dpa)

Max Raabe, 59, Sänger, ist dankbar für seinen eintönigen Kleidungsstil. "Auf der Bühne Smoking und Frack zu tragen, ist ja auch eine Art von Faulheit, weil ich mir keine Gedanken machen muss: Was ziehe ich heute an? Was habe ich letztes Jahr auf dieser Bühne angehabt?", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Da bin ich schon mal fein raus. Und man hat sofort auch eine gewisse Haltung. Das hilft." In welcher Kleidung die Leute ins Konzert kämen, sei ihm recht egal. "Ich freue mich immer, wenn sie sich ein bisschen in Schale werfen und das genießen, den Abend mal zelebrieren. Aber ich beurteile die Leute nicht nach der Kleidung."

(Foto: Paul Ellis/dpa)

William, 40, Kronprinz, und Kate, 40, Prinzessin, philosophieren über das Schicksal und wie man mit ihm umgeht. "Man kann in einer Minute noch normal sein Leben leben und dann ändert sich etwas Massives und man merkt, dass man nicht unbedingt die Werkzeuge oder die Erfahrungen hat, um damit umgehen zu können", sagte William in der BBC-Sendung "Newsbeat", die er am Dienstag mit seiner Frau Kate moderierte. William musste im Alter von 15 Jahren den plötzlichen Tod seiner Mutter Diana verarbeiten. Kate fügte hinzu, auf die eigene psychische Gesundheit zu achten sei genauso wichtig wie auf die körperliche. "Genauso wie wir ins Fitnessstudio gehen, müssen wir auch auf unsere Seele aufpassen und sie hegen und pflegen", sagte sie.

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