Noah Cyrus

Die Schwester von Schauspielerin und Sängerin Miley Cyrus hat eine schräge Geschäftsidee: Sie verkauft ihre eigenen Tränen, für schlappe 12 000 Dollar. Das wirft allerlei Fragen auf. Zum einen: Warum ist das so teuer? Klar, Tränenproduktion ist anstrengend. Laut Produktbeschreibung enthält das Fläschchen aber nur zwölf Tränen von Cyrus. Warum gilt das Angebot nur 48 Stunden? Ist die Tränen-Haltbarkeit dann abgelaufen? Und die allerwichtigste Frage: Warum verkauft überhaupt jemand seine Tränen? Cyrus hat einmal öffentlich erklärt, dass sie unter Depressionen leide und dagegen kämpfen wolle, die Krankheit als Stigma zu betrachten. Ärzte und Betroffene betonen aber schon lange, dass Depressionen viel mehr sind als nur Traurigkeit. Da geht es nicht darum, dass jemand viel weint, sondern sich abgestumpft, erschöpft, hoffnungslos fühlt. Bleibt also die Frage, wem der Verkauf von Tränen hilft, außer dem Kontostand von Noah Cyrus. Letztendlich ist das Ganze einfach nur eine Werbeaktion für ihr neues Album, Titel: "Good Cry" (etwa: "gutes Weinen").

Bild: AFP 21. September 2018, 16:212018-09-21 16:21:38 © SZ.de/afp/blo/dpa/eca/ick/jab