Ihrem Schauspiel-Kollegen Ben Affleck etwa wirft McGowan vor, gewusst zu haben, was Weinstein ihr antat. Affleck hatte Anfang der Woche folgende Zeilen getwittert: "Ich bin traurig und wütend, dass der Mann, mit dem ich zusammenarbeitete, seine Machtstellung nutzte, um viele Frauen über Jahrzehnte einzuschüchtern, sexuell zu belästigen und zu manipulieren." McGowan reagierte empört auf das Erstaunen, das ihrer Aussage nach geheuchelt war.

Für Affleck war die Sache damit noch nicht beendet. Unter seinem Tweet schilderte ein Twitter-Nutzer, der Schauspieler habe während einer MTV-Show im Jahr 2003 seiner Kollegin Hilarie Burton an die Brust gegriffen. "Das haben wohl alle vergessen", hieß es in dem Beitrag. "Habe ich nicht", antwortete Burton. Affleck entschuldigte sich daraufhin für den Vorfall: "Ich habe mich Frau Burton gegenüber unangemessen verhalten und möchte mich aufrichtig entschuldigen".

Die Schauspielerin wandte sich daraufhin an ihre Kolleginnen, die sich nun gegen Weinstein stark machen: "Mädels, ich bin sehr beeindruckt von euch, Ihr seid mutig. Ich musste ihn [Affleck, Anm. d. Red.] damals anlachen, damit ich nicht anfange zu weinen."

Bild: dpa 13. Oktober 2017, 18:102017-10-13 18:10:46 © SZ.de/AP/vbol/feko/olkl