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Promis der Woche:Ein folgenreicher Tweet und eine dramatische Geburt

Kylie Jenner ist Snapchat-müde, Jennifer Lawrence trägt ein vermeintlich falsches Kleid und Rapper Jay-Z sorgt dafür, dass die Champagnerkorken knallen. Die Promis der Woche.

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Kylie Jenner

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Es hat den Anschein, als habe Kylie Jenner für die teuerste Promi-Nachricht der Woche gesorgt. Sie fragte via Twitter, ob sie die Einzige sei, die die Snapchat-App nicht mehr öffne. Die Aktie stürzte am gleichen Tag um fast acht Prozent ab, was in etwa 1,7 Milliarden Dollar entspricht. Daraufhin macht das Gerücht die Runde, Jenners Tweet sei alleine dafür verantwortlich. Schließlich hat die Snapchat-Queen Kylie Jenner - Model und Halbschwester von Kim Kardashian - großen Einfluss in der Social-Media-Welt. Sie hat mehr als 100 Millionen Follower bei Instagram und ähnlich viele Abonnenten bei Snapchat.

Tatsächlich führten mehrere Faktoren zu dem Kurssturz, er ist Ausdruck einer generellen Unzufriedenheit mit dem Messaging-Dienst. Snapchat wurde lange vor allem für die Filter geschätzt, die Fotos und Videos mit roten Bäckchen oder Hasenohren versahen oder kleine Herzen aus dem Kopf sprudeln ließen. Seitdem Instagram diese und noch mehr Funktionen ebenfalls besitzt, kümmert sich kaum noch jemand um Snapchat. Hinzu kam ein umstrittenes Updates im vergangenen November, das die App benutzerfreundlicher machen sollte, aber die Nachrichten professioneller Anbieter und Mitteilungen von Freunden trennte, was einigen Nutzern missfiel. Kylie Jenner zeigte sich nach ihrem ersten Tweet aber versöhnlich und twitterte: "Liebe dich aber immer noch Snap ... meine erste Liebe".

Jennifer Lawrence

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Außerdem spuckten die sozialen Netzwerke in dieser Woche allerlei Ärger für die Promis aus - angefangen mit Jennifer Lawrence. Einige Twitter-Nutzer sahen sich in der Pflicht, ein Foto der Schauspielerin zu interpretieren, das die Schauspielerin in London in einem schulterfreien, schwarzen Kleid mit Beinschlitz und in High Heels zeigt. Im Freien, bei niedrigen Temperaturen, während ihre Schauspielerkollegen neben ihr sich in dicke Winterstiefel und -jacken gepackt haben.

Die britische Journalistin Helen Lewis nannte das Foto in einem Tweet "deprimierend" und "entlarvend", eine andere Twitter-Nutzerin schrieb: Während die Männer Mäntel und Schals tragen, müsse die arme Jennifer ein bisschen Stoff tragen, den manche ein Kleid nennen.

Ziemlich viel Aufregung, und für Lawrence eindeutig zu viel Einmischung in ihre Kleiderwahl. "Ich liebe Mode, und es war meine Entscheidung", schreibt die Schauspielerin bei Facebook. Sie habe nur fünf Minuten draußen gestanden und hätte sich - falls nötig - mit dem Kleid auch in den Schnee gestellt. "Glaubt ihr, ich verdecke dieses großartige Kleid mit einem Mantel und einem Schal?" Sie entscheide immer selbst, was sie anziehe. "Und wenn ich frieren will, ist das auch meine Wahl!"

Sylvester Stallone

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Auch Sylvester Stallones Erlebnisse mit der Netzwelt waren in dieser Woche eher negativ. Er sei tot, hieß es bei Facebook. Ein Nutzer hatte vorgegeben, um Stallone zu trauern und Fotos des Schauspielers dazugestellt. Die Nachricht verbreitete sich rasch - bis Stallone selbst via Instagram dementierte, verstorben zu sein. "Bitte ignoriert diese Dummheiten. Am Leben und gut drauf und glücklich und gesund. Immer noch schlagkräftig!", schrieb der US-Schauspieler bei Instagram.

Louis Ducruet und Marie Chevallier

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Nach einer vermeintlich falschen Kleiderwahl und einem Totgesagten nun zu den angenehmeren Nachrichten der Woche, vor allem für Royal-Fans: Nach der Hochzeit von Harry und Meghan Markle im Mai steht wohl bald die nächste Vermählung in einem Herrscherhaus an. Der Sohn von Prinzessin Stéphanie von Monaco, Louis Ducruet, hat die Verlobung mit seiner Freundin Marie Chevallier verkündet. Die beiden sind seit einigen Jahren ein Paar und zeigten sich bereits häufiger gemeinsam bei öffentlichen Auftritten. Datum und Ort für die Hochzeit stehen noch nicht fest. Falls sich das Paar am strammen Zeitplan der britischen Royals orientiert, dürfte es aber nicht mehr allzu lange dauern.

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Neben den monegassischen Royals machten aber auch die britischen in dieser Woche von sich reden - und zwar mit einem außergewöhnlichen Besuch von Queen Elizabeth II. Mit 91 Jahren gab sie ihr Debüt als Gast bei der Londoner Fashion Week. Mit hellblauem Outfit, schwarzen Handschuhen und staunenden Blicken verfolgte sie die Modenschau des britischen Designers Richard Quinn. Die Queen hatte sichtlich Spaß bei ihrer Frontrow-Premiere. Neben ihr saß die wohl erfahrenste Begleitung, die Elizabeth sich hätte suchen können: Die stets sonnenbebrillte Anna Wintour, Chefredakteurin der Vogue und Frontrow-Gast seit Jahrzehnten.

Grund für ihren Besuch dürfte aber wohl kaum eine plötzlich aufgeflammte Leidenschaft für die neuesten Modetrends gewesen sein, sondern eher die erstmalige Verleihung des "Elizabeth II Fashion Award" für Designer, die sich in der Förderung der britischen Modeindustrie besonders verdient gemacht haben. Sieger Quinn nahm seinen Preis von der Queen übrigens in kariertem Hemd und Turnschuhen entgegen.

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Im September vergangenen Jahres hat Tennis-Profi Serena Williams auf ihrer Homepage noch stolz die Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia jr. verkündet. Nun hat die Mutter in einem Gastbeitrag für den US-Sender CNN die dramatischen Umstände des eigentlich schönen Ereignisses öffentlich gemacht. Demnach schwebte die heute 36-Jährige zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Die kleine Alexis Olympia jr. war per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Nach der OP erlitt Williams eine Lungenembolie. Durch die schweren Hustenattacken sei ihre vernähte Kaiserschnitt-Wunde wieder aufgegangen, sie musste wieder operiert werden. Dabei fanden die Ärzte "ein großes Blutgerinnsel in meiner Bauchhöhle", sagte Williams. Eine weitere OP folgte und sie musste die ersten sechs Wochen als Mutter im Bett verbringen, um sich auszukurieren. "Hätte ich nicht eine solch professionelle Pflege gehabt, wäre ich heute nicht mehr hier", bedankte sich Williams bei den Ärzten.

Ärztliche Versorgung hängt in den USA, wo viele Menschen nicht krankenversichert sind, oft vom Einkommen ab. Mit ihrem Beitrag hat die mehrmalige Grand-Slam-Gewinnerin nun eine Debatte um eine brisante Statistik der Müttersterblichkeit angestoßen. Laut dem Centers for Disease Control and Prevention haben schwarze Frauen in den USA nämlich ein drei- bis viermal so hohes Risiko durch Komplikationen bei der Geburt zu sterben als weiße Frauen. Dass gleichzeitig mehr Schwarze als Weiße unter der Armutsgrenze leben, könnte eine Erklärung dafür sein.

Jay-Z

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Es klingt wie die schöne Geschichte eines großzügigen Millionärs, der sich nicht um Geld schert und einfach mal ein paar Tausend Dollar ausgibt, um anderen einen schönen Abend zu machen: Wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten, hat der Rapper Jay-Z diese Woche in einem New Yorker Club den Geburtstag eines Freundes gefeiert und mal eben mehr als 90 000 Dollar für 40 Flaschen Champagner ausgegeben, inklusive 11 000 Dollar Trinkgeld für die Kellnerin. So weit der schöne Schein.

In Wirklichkeit ist Jay-Z Besitzer eben jener Champagner-Marke Ace of Spades, von denen er so viele Flaschen gratis unter die Leute brachte. Wie der US-Sender CNBC berichtet, bringt der Rapper demnächst übrigens eine limitierte Ausgabe seines Champagners auf den Markt für 850 Dollar pro Stück. Vielleicht alles Zufall - oder ein sehr ausgeklügelter Marketing-Trick.

© SZ.de/AFP/AP/dpa/vbol/eca/liv
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