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Promis der Woche:Die Weisheit der alten Männer

Die Promis der Woche: Stephen King, Uwe Ochsenknecht und Hugh Grant.

(Foto: dpa (3))

Uwe Ochsenknecht fühlt sich nicht wie 65, Hugh Grant respektiert Hugh Grant und Stephen King ist seit einem halben Jahrhundert verliebt.

Alles muss raus!

David Hasselhoff lässt ´K.I.T.T." versteigern

Sänger und Schauspieler David Hasselhoff

(Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Rettungsschwimmer, Gangsterjäger, Mauerniedersänger: David Hasselhoff hat viel erlebt in seiner Karriere. Von diversen Erinnerungsstücken will er sich nun trennen. Ist ja auch zu praktisch: Man wird den alten Krempel los und verdient auch noch einiges dabei. Auf der Webseite "Auctioneers" versteigert "The Hoff" nun unter anderem eine von ihm getragene Badehose aus einem "Spongebob"-Film, sein eigenes Modell des Wunderautos K.I.T.T. aus der TV-Serie "Knight Rider" und Requisiten aus "Baywatch".

Für mehr als 8500 US-Dollar kann man außerdem mit Hasselhoff essen gehen. In einem Video auf Twitter eröffnete der 68-Jährige am vergangenen Wochenende die Auktion und wünschte den Fans Glück beim Bieten. Für das Auto K.I.T.T. erwartet die Auktionsplattform eine Summe zwischen 175 000 und 300 000 US-Dollar.

Jung geblieben

Uwe Ochsenknecht wird 65

Schauspieler Uwe Ochsenknecht

(Foto: Tobias Hase/dpa)

Versteigerungen sind Uwe Ochsenknecht vermutlich noch nicht in den Sinn gekommen - wenngleich der 65-Jährige bestimmt nach einem halben Jahrhundert Schauspielerei das ein oder andere Stück von Wert zu Hause herumliegen hätte. Statt mit neuen Geldquellen beschäftigt sich Ochsenknecht aber lieber mit seinem zarten Alter. Er wurde am Donnerstag 65 Jahre alt; oder 65 Jahre jung, wenn man ihm glauben mag.

"Mir ist das wurscht, das ist nur ein Termin. Wichtig ist, dass ich mich nicht so alt fühle, wie ich bin", sagte Ochsenknecht der Zeitschrift Gala. Der aus Filmen wie "Das Boot" und der Komödie "Männer" bekannte Darsteller denkt auch noch nicht an ein Rentner-Dasein. Er fühle sich gut und wolle alles dafür tun, dass es noch lange so bleibe: "Ich möchte auf jeden Fall so abtreten, dass ich sagen kann: Ich habe nichts verpasst."

Ein bisschen Selbstrespekt

'Paddington 2' Weltpremiere in London

Schauspieler Hugh Grant

(Foto: Matt Crossick/dpa)

Auch mit sich im Reinen ist Ochsenknechts britischer Schauspielkollege Hugh Grant ("Notting Hill"). Er hat laut eigener Aussage jedenfalls gelernt, mehr Respekt vor sich selbst als Schauspieler zu haben. "Nach den vergangenen vier oder fünf Projekten bin ich jetzt ein etwas anderer Mensch", sagt der 60-Jährige im Interview mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera. Er respektiere sich selbst mehr in Bezug auf seinen Beruf. Früher machte es dem aus romantischen Komödien bekannten Londoner nur Spaß, einen fertigen Film zu sehen. Jetzt könne er fast die ganze Produktion genießen. "Jetzt kann ich mir manchmal nach einem Tag am Film-Set denken: 'Mann, in der Szene waren wir ziemlich gut.'"

Für derlei Gedanken hat der gut beschäftigte Grant zuletzt häufig Gelegenheit. Er spielte in der Miniserie "The Undoing" an der Seite von Hollywood-Star Nicole Kidman in der Hauptrolle.

Bergdoktor geht immer

Liedermacher Zuckowski feiert traditionelle Weihnachten

Musiker Rolf Zuckowski

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Und noch ein entspannter älterer Herr: Rolf Zuckowski, 73, Liedermacher, kann besser schlafen, wenn er seiner Frau die TV-Fernbedienung überlässt. "Wir haben zum Glück einen sehr ähnlichen Geschmack. Und ich passe mich auch gern ein bisschen meiner Frau an, die in der Regel etwas leichtere Kost liebt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er schaue sonst durchaus auch Filme, die ihm dann vielleicht den Schlaf rauben. "Gut, dass sie mich davon abhält." Auf zwei Serien könne er sich mit seiner Frau immer einigen: die ZDF-Klassiker "Der Bergretter" und "Der Bergdoktor".

"Da sind uns die Personen sehr vertraut und wir lieben die Berge." 2018 sei der "Bergretter"-Darsteller Sebastian Ströbel sogar in Hamburg bei der Premiere des Theaterstücks "In der Weihnachtsbäckerei" zu Besuch gewesen. "Er meinte da, dass ich ihn auch gern mal am Set besuchen und mit ihm im Hubschrauber fliegen kann. Das haben wir aber noch nicht geschafft. Aber die Einladung steht, glaube ich", so Zuckowski.

Ein halbes Jahrhundert Liebe

Stephen King

Autor Stephen King

(Foto: Erik S. Lesser/dpa)

Stephen King, ansonsten bekannt als Gruselbuchautor, kann auch romantisch sein - zumindest ein bisschen. Vor wenigen Tagen war er exakt 50 Jahre mit seiner Frau Tabitha verheiratet. "A hell of a good run" sei das bisher gewesen, twitterte King zu seiner goldenen Hochzeit, und er dauere weiter an. Seine Ehe, findet der 73-Jährige, sei damit so ein bisschen wie das unermüdlich weiterlaufende Häschen aus der Energizer-Werbung.

Angefangen hatte alles ganz beschaulich: Die Eheleute besuchten in den späten Sechzigerjahren beide die Universität von Maine, wo sie sich in Tabithas letztem Collegejahr bei einem Picknick kennengelernt haben sollen. Liebe wurde es dann angeblich bei der gemeinsamen Arbeit in der Unibibliothek. Zwei Jahre später folgte die Hochzeit, in den folgenden sechs Jahren kamen die drei Kinder des Paares zur Welt. In diesem Sinne: Gratulation!

© SZ/mkoh/ick
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