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Promis der Woche:Prominenz in der Trotzphase

Bonnie Tyler sagt, wen sie nicht auf ihren Konzerten haben will, Keira Knightley hat Stress mit ihrer Tochter und Dieter Bohlen verprellt gleich zwei Musikerkollegen.

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Boris Becker

Boris Becker

Quelle: Ben Curtis/dpa

Der Remchinger Forst zwischen Karlsruhe und Pforzheim ist anders. Laubbäume prägen hier den Wald, nicht Nadelbäume, wie sonst im Schwarzwald typisch. Ob das Boris Becker bewusst gewesen ist? Unklar. Vielleicht aber hätte er diese Besonderheit als Ausrede nutzen können, für seinen ungewöhnlichen Ausflug dorthin. Der frühere Tennis-Star mitsamt Chauffeur wurde nämlich in besagtem Forst vom Gemeindeförster erwischt. Auf frischer Fahrt ertappt, quasi. Er sei sehr überrascht gewesen, sagte Gemeindeförster Thomas König dem SWR, als er das Auto auf einem Waldweg anhielt. Zuerst habe König mit dem Chauffeur gesprochen, dann sei Becker ausgestiegen. Dieser habe erklärt, er müsse dringend einen Zug in Karlsruhe erreichen - deswegen hätten die beiden die zu der Zeit vollgesperrte Autobahn A8 verlassen - und dann sogar noch auf dem Weg liegende Äste zur Seite geräumt. "Er war höflich, freundlich, sachlich und korrekt. Das hat mich bei der Arbeit nicht aus der Bahn geworfen, aber es war auf jeden Fall ein Highlight", sagte König. So oder so droht dem Chauffeur nun eine Anzeige.

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Stefan und Claudia Effenberg

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Quelle: Robert Haas

Wer heutzutage als Promi nicht regelmäßig in den sozialen Medien der Welt seine Lebenssituation erklärt, ist so gut wie nicht existent. Zu viel Mitteilungsbedürfnis kann aber auch schädlich sein. So wie bei Claudia Effenberg - angeblich. Deren Ehemann Stefan ist eine Fußball-Legende. Jedoch (bislang) nur als Spieler. Einen vielversprechenden Start als Trainer soll Claudia Effenberg ihm zunichtegemacht haben: mit einem öffentlichen Post. Stefan Effenberg sprach vergangene Woche bei Sky über Verhandlungen mit Bundesligist Schalke 04 im Jahr 2013. Damals hätte Effenberg nach eigenen Angaben in Gelsenkirchen Trainer werden sollen. Die Gespräche mit Schalke-Boss Clemens Tönnies hätten mit einer Handschlag-Vereinbarung geendet, sagte Effenberg: "Mein Handschlag ist wie ein Vertrag." Am Tag danach bestätigte Schalke diesen Handschlag sogar. Aber: Eine "zentrale Bedingung dieser Vereinbarung" sei es gewesen, "dass die Gespräche und deren Inhalte zunächst vertraulich" behandelt werden. Und hier kommt Effenbergs Ehefrau Claudia ins Spiel. Die nämlich soll sich damals nicht an die Verschwiegenheits-Vereinbarung gehalten haben. So zumindest steht es in einer Pressemitteilung aus Gelsenkirchen, die einen Tag nach Effes Plauderei veröffentlicht wurde. "Nachdem Claudia Effenberg unmittelbar nach Beendigung der Gespräche gegen diese Bedingung durch einen Post auf sozialen Medien verstoßen hat, nahm der Vorstand von weiteren Gesprächen Abstand. Der damalige Sportvorstand Horst Heldt sagte dem Berater von Stefan Effenberg daraufhin ab." Darauf reagierte Stefan Effenberg seinerseits wieder umgehend: Die Schalker Aussagen entsprächen nicht der Wahrheit, er habe gar keinen Berater gehabt, dem man hätte absagen können. Auch habe es nie einen öffentlichen Post seiner Ehefrau mit Schalke-Bezug gegeben. Fortsetzung folgt bestimmt.

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Bonnie Tyler

Bonnie Tyler

Quelle: dpa

"It's a heartache, nothing but a heartache ..." - wer da nicht weiter weiß, braucht sich auf einem Konzert von Bonnie Tyler genauso wenig blicken lassen, wie jemand, der den Song "Total Eclipse of the Heart" nicht kennt. Die britische Sängerin, 67, unterhält ihr Publikum nämlich gerne mit Liedern von gestern, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Wer meine alten Songs nicht mag, sollte lieber nicht zu meinen Auftritten kommen", sagte Tyler. Und dass sie "verdammt enttäuscht" wäre, wenn das Publikum nicht nach den beiden oben erwähnten Klassikern verlangen würde. "Aber natürlich bringe ich auch fünf oder sechs neue Songs", ergänzt Tyler. Muss sie auch. Schließlich bringt sie jetzt ihr insgesamt 17. Studioalbum heraus. Bleibt zu hoffen, dass sie mit ihrem neuen Sound nicht enttäuscht.

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Dieter Bohlen

Dieter Bohlen

Quelle: dpa

Der 65-Jährige hat einen Termin in Berlin. Noch einen. Im August, das ist am Dienstag bekannt geworden, wird Bohlen ein Konzert in der Hauptstadt geben und dabei Hits von Modern Talking ("Cheri, Cheri Lady") singen. Es wäre das erste nach 16-jähriger Konzertpause. Auftreten will der Deutschland-Sucht-Den-Superstar-Chefjuror ohne seinen früheren Partner Thomas Anders. "Es ist interessant für die Menschen, die Songs in ihrer ursprünglichen Version zu hören", verriet Bohlen Bild. Anders, der bei Modern Talking für Gesang zuständig war, konterte dies mit den Worten: "Wenn die Songs in ihrer ursprünglichen Version so interessant sind, frage ich mich, warum sie mit Dieters Stimme keine Welthits geworden sind und er sie mit mir aufgenommen hat." So viel zu Termin eins.

Termin zwei wird aller Voraussicht nach vor weniger Publikum stattfinden. Der Berliner Rapper Capital Bra ("Roli Glitzer Glitzer") hat Bohlen zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Und vielleicht rauchen die beiden im Anschluss noch eine Friedens-Shisha. Unter der Woche nämlich hatten die beiden mächtig beef, wie man so sagt. Der Bild hatte Bohlen prophezeit, dass Capital Bras musikalisches Gesamtwerk keine lange Halbwertszeit haben wird. Bohlen stänkerte außerdem noch gegen Rapper im Allgemeinen ("fahren Fahrrad", "leben in einer Zwei-Zimmer-Wohnung"). Der 24-jährige Capital Bra pöbelte zurück per Video, während er vom Balkon seiner geräumigen Maisonette-Wohnung aus seinen am Straßenrand parkenden Luxus-SUV abfilmte. Kurz darauf hätten die beiden sich am Telefon aber ausgesöhnt. Alles ein Missverständnis, so Capital Bra.

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Keira Knightley

Keira Knightley

Quelle: AP

Die britische Schauspielerin hat Ärger mit ihrer Tochter Edie. Mit zwei Jahren sei sie noch ein Engel gewesen, erzählte Knightley in der US-Talkshow Live with Kelly and Ryan. "Dann denkst du, 'ich bin der beste Elternteil der Welt'." Doch schon ein Jahr später sah es ganz anders aus: Türen schlagen, Streitereien und "Hau ab!"-Rufe. Im Englischen spricht man in so einem Fall von "Terrible Two", was sich darauf bezieht, dass der Nachwuchs im Alter von zwei Jahren besonders schwierig werden kann. Bei Knightleys Tochter dürfte es also eher ein "Terrible Three" sein. Dafür gibt es aber auch eine positive Entwicklung: Edie schlafe seit einigen Monaten die Nächte durch, sagte Knightley. Klar: so viel Aufregung macht müde.

© SZ.de/ick/pvn/eca

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