Prominentes Paar Lilly und Boris Becker haben sich getrennt

Er verweigerte die öffentliche Liebesbotschaft, sie sprach im Fernsehen über eine Ehekrise. Jetzt steht fest: Es ist aus.

Was ist passiert?

Heutzutage ist nicht nur die Vermählung eines prominenten Paares (siehe die royale Hochzeit von Meghan und Harry) oder die Geburt eines prominenten Kindes (siehe das Schweinsteiger-Baby) ein Medienereignis. Auch die Trennung eines Paares will gut inszeniert sein. Das Vorbild in diesem Genre sind Schauspielerin Gwyneth Paltrow und Coldplay-Sänger Chris Martin. Sie trennten sich 2014 nicht einfach. "Conscious Uncoupling" nannten sie das Ende ihrer Beziehung, bewusste Entpartnerung.

Möglicherweise haben Lilly, 41, und Boris Becker, 50, sich die beiden zum Vorbild genommen. Jedenfalls haben sie jetzt offiziell ihre "einvernehmliche und freundschaftliche" Trennung bekannt gegeben - "exklusiv gegenüber der Bild-Zeitung", wie es auf deren Webseite heißt. Wie gesagt, auch die Trennung will inszeniert sein. "Am wichtigsten ist beiden Mandanten das Wohlergehen des gemeinsamen Sohnes Amadeus", heißt es in der offiziellen Erklärung. Dem Paar falle die Trennung nach so langer Zeit "nicht leicht".

Warum interessiert uns das?

Weil Boris Becker eben Boris Becker ist. 2005 lernten sich der frühere Tennisprofi und das niederländische Model kennen. Vier Jahre später heirateten sie. In der Klatschpresse wurde schon länger über eine Ehekrise spekuliert. So zum Beispiel im vergangenen Sommer. Da war Lilly Becker Kandidatin in der Pro7-Show "Global Gladiators", einer Mischung aus den drei Trash-TV-Formaten "Dschungelcamp", "Big Brother" und "Schlag den Raab". Acht Kandidaten müssen sich irgendwo in der Wüste zwischen Namibia und Sambia bewähren, dabei allerlei sinnbefreite Aufgaben lösen und sich permanent von Kameras beobachten lassen.

Aufmerksamkeit ist bei solchen Formaten alles. Deshalb kann es gar nicht pikant und persönlich genug werden. Also klagte Frau Becker zuerst über Liebesentzug, weil sie vier Wochen lang von ihrem Mann getrennt sein musste. Dann beschwerte sie sich in derselben Sendung über ihren Gatten. Sie habe einen "Riesenstreit" mit Boris, er behandle sie schlecht. Der Hintergrund: Alle Kandidaten erhielten in der Sendung eine Videobotschaft von den Liebsten zu Hause. Nur Lilly Becker nicht.

Woran lag es?

Die verweigerte Videobotschaft war wohl nicht das einzige Problem. Boris Becker kämpft derzeit vor Gericht um seine Finanzen. Anfangs unterstützte ihn seine Frau, doch Lilly Becker gilt als dem Luxus sehr zugeneigt. Das legt auch ein öffentliches Liebesgeständnis zum 50. Geburtstag Beckers im vergangenen November nahe: "Du hast mir ein Leben geschenkt, von dem wahrscheinlich alle Mädchen träumen", schrieb sie in einem Brief, den die Zeitschrift Bunte veröffentlicht hatte. Lilly Becker dankte ihm darin für "emotionale Dinge wie tiefe Liebe und Vertrauen, aber auch Materielles wie luxuriöse Reisen im Privatjet, elegante Designermode, noble Autos, exklusive Veranstaltungen und noch vieles mehr".

Er ist übrigens nicht die erste Trennung der beiden. Bereits 2008 gab es eine Beziehungspause. Damals verlobte sich Becker kurzzeitig mit dem Model Alessandra Meyer-Wölden. Nachdem es nicht zur Hochzeit kam, wurden Becker und Kerssenberg wieder ein Paar. Die spätere Hochzeit kündigte Becker 2009 vor aller Öffentlichkeit in einer "Wetten dass..?"-Sendung an. Nicht nur die Sendung wurde eingestellt, auch die Ehe hat offenbar nicht überlebt.

Vor Gericht Strafzettel für 10 000 Euro

Boris Becker vor Gericht

Strafzettel für 10 000 Euro

Eigentlich wollte der ehemalige Tennisprofi gegen seinen ehemaligen Manager vor Gericht ziehen. Nun hat er die Klage zurückgenommen. Beendet ist die Sache damit nicht: Becker streitet weiter in mehreren Prozessen um viel Geld.   Von Thomas Hummel