Prominente Medienberichte: Schröders lassen sich scheiden

Doris Schröder-Köpf und Gerhard Schröder bei der Beerdigung von Loki Schmidt 2010 in Hamburg.

(Foto: Sean Gallup)

Nach ihrer Trennung vor eineinhalb Jahren sah es zunächst so aus, als würden Altkanzler und Landtagsabgeordnete wieder zusammenfinden. Jetzt wurde Berichten zufolge die Scheidung eingereicht.

Was ist passiert?

Altbundeskanzler Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf haben die Scheidung eingereicht. Das berichten zumindest Bild und Hannoversche Allgemeine Zeitung übereinstimmend unter Berufung auf Vertraute des einstigen Ehepaares.

Was ist daran neu?

Es scheint, als würden die Schröders nun tatsächlich getrennte Wege gehen. Die Trennung hatte das Paar bereits vor anderthalb Jahren bekanntgegeben, dann sah es aber zunächst so aus, als würden sie wieder zueinander finden. Die Boulevard-Presse berichtete gar über ein "Liebes-Comeback". Gemeinsam hatte des Paar einige öffentliche Veranstaltungen besucht und Urlaub auf Borkum gemacht. Eine Versöhnung hat offenbar dennoch nicht stattgefunden.

Was noch darüber bekannt ist?

Noch haben weder Gerhard Schröder noch Doris Schröder-Köpf die Scheidung bestätigt. Schröder-Köpf, die für die SPD im niedersächsischen Landtag sitzt, soll Parteifreunde und langjährige Weggefährten persönlich über das Ende der Ehe informiert haben.

Seit 1997 war die ehemalige Journalistin Doris Schröder-Köpf die Frau an der Seite des ehemaligen Bundeskanzlers. Sie heiratete Schröder, als dieser noch Ministerpräsident in Niedersachsen war. Das Paar hat keine gemeinsamen leiblichen Kinder. Gerhard Schröder adopierte aber die Tochter von Schröder-Köpf aus einer früheren Beziehung. Gemeinsam adoptierten die Schröders 2004 und 2006 aus Russland zwei weitere Kinder. "Sie werden sich auch weiter zusammen um die beiden Adoptivkinder kümmern," zitiert Bild einen Bekannten.

Die Familie lebte lange Zeit in einer Villa am Rande des Stadtwalds von Hannover. Seit der Trennung bewohnt Gerhard Schröder eine Wohnung im Zentrum der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Für die 53-jährige Doris Schröder-Köpf ist es die erste Scheidung. Gerhard Schröder war zuvor bereits drei Mal verheiratet. Er tritt im Alter von 72 Jahren nun zum vierten Mal vor den Scheidungsrichter.

Dass zwischen Trennung und der offiziellen Scheidung Monate vergehen, ist nicht ungewöhnlich. In Deutschland schreibt es das Gesetz sogar vor, denn erst nach Ablauf des Trennungsjahres sieht ein Familiengericht eine Verbindung als gescheitert an. Das setzt voraus, dass beide Partner bereit sind, ihre Lebensgemeinschaft endgültig beenden zu wollen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch heißt es dazu: "Es wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist, wenn die Ehegatten seit einem Jahr getrennt leben und beide Ehegatten die Scheidung beantragen oder der Antragsgegner der Scheidung zustimmt."

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