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Promiblog: Wohltätigkeits-Aktion:Armer Affleck

Ben Affleck Promiblog

Engagiert sich für den guten Zweck: Hollywood-Größe Ben Affleck.

(Foto: Süddeutsche.de/AFP)

Wie wird er sich bloß fühlen, der arme Ben Affleck? In der Luxushütte mit Luxuswagen und Luxusfrau - aber nur 1,50 Dollar am Tag für Lebensmittel in der Tasche? Andere fasten für Filmrollen, der bärtige Ben tut es für den guten Zweck. Und er ist nicht der Einzige.

An humanitärem Engagement mangelt es Ben Affleck sicher nicht. Der Hollywoodstar, der in diesem Jahr einen Oscar für den Thriller "Argo" gewonnen hat, ist unter anderem Gründer der Eastern Congo Initiative - einer Organisation, die sich für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in dem Land einsetzt. Jetzt beteiligt sich der 40-Jährige an einem weiteren Projekt.

Im Rahmen der Initiative Live Below the Line hat er verkündet, von nur 1,50 Dollar am Tag leben zu wollen. Und das - man höre und staune - für ganze fünf Tage. Fast hat man Mitleid mit dem Multimillionär, der gemeinsam mit seiner berühmten Frau Jennifer Garner und den drei gemeinsamen Kindern auf einem Anwesen in Los Angeles lebt.

Gemüse aus dem eigenen Garten

Andere Schauspieler darben für ihre Filmrollen - der bärtige Ben tut es für den guten Zweck. Vorherige Hamsterkäufe sind nicht erlaubt, da sind die Regeln der Initiative sehr streng. Und wer sich doch aus der gut gefüllten Promi-Speisekammer bedienen will, muss zuvor den genauen Preis des jeweiligen Produkts ausrechnen - um nicht die für eine Woche vorgeschriebenen 7,50 Dollar zu überschreiten.

Auch selbstgezogenes Obst und Gemüse aus dem Garten ist nur erlaubt, wenn der Preis für die Produktion errechnet werden kann und im vorgegebenen Rahmen liegt. Und wenn Schauspielerin Jennifer Garner Mitleid mit ihrem Mann hat, darf sie ihm nichts von ihrem Gourmet-Mahl abgeben - geschenkte Lebensmittel sind nicht erlaubt.

Am Tisch mit Bush und Jackman

Am einfachsten, so ein Ratschlag der Initiative, ist die Herausforderung zu meistern, wenn sich mehrere Teilnehmer zusammentun. Man kann sich also bereits ausmalen wie Affleck gemeinsam mit seinen ebenfalls teilnehmenden Hollywood-Kollegen Hugh Jackman und Sophia Bush um eine Schale Reis mit Bohnen sitzt, garniert mit selbstgezogenen Zucchini und begleitet von den sechs bis acht empfohlenen Gläsern Leitungswasser.

Natürlich ist das alles gut gemeint - Affleck wirbt mit seinem Einsatz für ein Projekt, bei dem im vergangenen Jahr bereits 15.000 Menschen teilgenommen haben und in dessen Rahmen eine große Spendensumme gesammelt wurde. Es geht auch darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie 1,4 Milliarden Menschen auf der Welt leben: In extremer Armut und mit nur sehr wenig Geld für essen. Ob Affleck es jedoch schaffen wird, selbst ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie sich Armut anfühlt, bleibt fraglich - in einer Luxusvilla mit einem Luxusauto und einer Luxusfrau an der Seite.

© Süddeutsche.de/feko/anri
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