Leute:"Ich wurde gewürgt und ins Gesicht geschlagen"

Paris Hilton berichtet über Gewalterfahrungen in ihrer Jugend, Bill Clinton sendet Gesundheitsbotschaften, und Eva Menasse vergleicht das Schreiben von Romanen mit einer Anti-Floh-Behandlung.

Actress and reality TV show personality Paris Hilton poses inside the U.S. Capitol in Washington
(Foto: Elizabeth Franz/Reuters)

Paris Hilton, 40, US-Reality-Darstellerin, hat sich mit eindringlichen Worten für strengere Regeln im Kampf gegen die Misshandlung von Kindern in Jugendeinrichtungen ausgesprochen. "Ich wurde gewürgt, ins Gesicht geschlagen, unter der Dusche von männlichen Mitarbeitern beobachtet, mit Schimpfwörtern beleidigt, ohne Diagnose zur Einnahme von Medikamenten gezwungen, nicht richtig ausgebildet, in Einzelhaft in einen mit Kratzspuren übersäten und blutverschmierten Raum gesteckt und so vieles mehr", sagte Hilton bei einer Pressekonferenz in Washington D.C. über ihre Zeit in einer Jugendeinrichtung. In ihrer Dokumentation "This is Paris" hatte die Urenkelin von Hotelgründer Conrad Hilton im vergangenen Jahr öffentlich gemacht, dass sie auf Privatschulen Misshandlung und Gewalt erlebt hat. Hilton macht sich für einen Gesetzesentwurf stark, der darauf abzielt, Misshandlung in derartigen Einrichtungen besser zu bekämpfen.

Bill Clinton
(Foto: Uncredited/Democratic National Convention/AP/dpa)

Bill Clinton, 75, früherer US-Präsident, sendet Gesundheitsappelle. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus, wo er wegen einer Harnwegsinfektion behandelt worden war, sagt er in einer Videobotschaft bei Twitter: "Ich will alle dort draußen daran erinnern: Nehmt euch Zeit, auf eure Körper zu hören, und kümmert euch um euch selbst." Während der Aufnahme steht Clinton in einem lichtdurchfluteten Wald, er genieße das schöne Herbstwetter, sagt er. Seine Botschaft beendet er mit den Worten: "Wir alle haben Arbeit zu erledigen und jeder von uns hat eine wichtige Rolle im Leben und in der unmittelbaren Zukunft. Ich für meinen Teil werde mein Bestes tun, um noch lange hier zu sein und weiter möglichst viel Gutes zu tun."

Frankfurter Buchmesse 2021. Schriftstellerin Eva Menasse am 20.10.2021 auf der Frankfurter Buchmesse. 20211020MWI12748 *
(Foto: imago images/STAR-MEDIA)

Eva Menasse, 51, österreichische Schriftstellerin, verzichtet beim Schreiben aufs Lesen. Wenn man an einem Buch arbeite, könne man oft keine Literatur lesen, "weil einen der Sound von dem anderen stört", sagte sie auf der Frankfurter Buchmesse. Während der Arbeit an ihrem jüngsten Roman "Dunkelblum" habe sie sich ein Netflix-Abo angeschafft. Seit der Roman beendet sei, schaue sie kaum noch. "Das ist offenbar so ein Ausgleich gewesen." Wenn sie in der Mitte eines Romans sei, fühle sich das an, "wie wenn man in einem Meer schwimmt": Das Ufer, von dem man gestartet sei, sei nicht mehr in Sicht, das Ufer, auf das man zusteuere, noch in weiter Ferne. Sie beginne dann, den Text wieder von vorn zu lesen und ihn "durchzuflöhen": "Ich kämme immer wieder durch den Text. Dabei kann man vor allem die Knoten und den Filz wegschneiden."

Zach Galifianakis
(Foto: Jordan Strauss/AP)

Zach Galifianakis, 52, US-Komiker, verheimlicht seinen Beruf vor seinen Söhnen. "Meine Kinder denken, dass ich irgendwo als Bibliothekar arbeite. Sie haben keine Ahnung", sagte er in einem Interview mit Entertainment Tonight. Gerade die derbe Komödie "Hangover" aus dem Jahr 2009, die ihn international bekannt machte, wolle er seinen Söhnen noch nicht zeigen. "Man will ihre Unschuld so lange wie möglich schützen. Sie sind noch Kinder", sagte er. Früher seien oft Leute zu ihm gekommen und hätten ihm gesagt, dass ihre Kinder "Hangover" liebten. "Und ich dachte mir: Du bist ein furchtbarer Erziehungsberechtigter." Seine Söhne, vier und acht Jahre alt, sollten noch ein bisschen älter werden, bevor sie den Film sehen dürften.

Schauspielerin Kate Beckinsale

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(Foto: Richard Shotwell/dpa)

Kate Beckinsale, 48, britische Schauspielerin, hadert mit ihrer Intelligenz. Ihr IQ von 152 sei für ihre Karriere nicht hilfreich gewesen, sagte sie in der Radio-Talksendung "Howard Stern Show". "Ich denke, er war sogar eher ein Nachteil." Ihre Mutter habe sie testen lassen, als sie ein Kind gewesen sei, "weil sehr aufgeweckte Kinder nahe am Unerträglichen sind". Diverse Ärzte hätten ihr gesagt: "Du wärst viel glücklicher, wenn du 30 Prozent weniger schlau wärst."

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