Süddeutsche Zeitung

Leute:"Ich liebe sie ja nicht, weil sie meiner Meinung ist"

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Christian Lindner und Fernsehjournalistin Franca Lehfeldt wollen heiraten, Ryan Reynolds bringt seiner Mannschaft kein Glück, und Martin Brambach findet Sächsisch schön.

Christian Lindner, 42, FDP-Politiker, und Franca Lehfeldt, 32, Fernseh-Journalistin, haben sich verlobt. Die Verlobung habe bereits Mitte September stattgefunden, berichtet RTL. Demnach soll die Hochzeit im kommenden Jahr stattfinden. "Wir sind überglücklich", sagte Lehfeldt dem Sender, für den sie als Chefreporterin aus Berlin über die Bundespolitik berichtet. Sie hat unter anderem die Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD) interviewt. "Da wir beide in der Öffentlichkeit stehen, ist es mir wichtig zu betonen, dass ich privat eigene Ansichten habe und auch als Journalistin unabhängig bin", erklärte Lehfeldt. Deshalb habe sie auch in der Vergangenheit nicht über die FDP berichtet. "Nach bestem Wissen und Gewissen werde ich meine Arbeit fortsetzen." Lindner sagte dazu: "Für mich ist völlig klar, dass Franca einen eigenen Beruf und einen eigenen Kopf unabhängig von mir hat. Ich liebe sie ja nicht, weil sie meiner Meinung ist, sondern weil sie eine eigene hat."

Ryan Reynolds, 45, kanadisch-US-amerikanischer Schauspieler, bringt seiner Mannschaft kein Glück. Zum ersten Mal hat Reynolds ein Spiel seines walisischen Fußballvereins AFC Wrexham angeschaut, das Team verlor jedoch am Dienstagabend im Fünftligaduell bei Maidenhead United in Unterzahl 2:3. "Fußball ist atemberaubend, herzzerreißend, wunderschön, in Nullkommanix wird die Seele betäubt, ist böse und schön, und ich werde nie wieder schlafen", schrieb der Schauspieler ("The Voices") bei Instagram. Reynolds hatte den walisischen Club, der aber im englischen Ligensystem spielt, gemeinsam mit seinem Schauspielkollegen Rob McElhenny vor knapp einem Jahr erworben. Gästefans zeigten sich begeistert über den Besuch der beiden Eigentümer, die sich ihr Engagement Berichten zufolge zwei Millionen Pfund (2,35 Millionen Euro) kosten lassen. Wrexham steht derzeit auf dem 11. Platz der fünftklassigen National League.

Martin Brambach, 53, Schauspieler, findet Sächsisch schön. Der Dialekt sei zu Unrecht verpönt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Brambach wurde in Dresden geboren, hat dort die ersten sechs Lebensjahre verbracht und "so gesächselt, dass ich in Berlin, als ich in die Schule kam, gehänselt wurde". Er habe sich als Kind sehr bemühen müssen, den Dialekt abzulegen. "Aber ich war jeden Sommer bei Verwandten in Halle, Opa, Tante, Cousin, daher ist mir zumindest der anhaltinische Zungenschlag sehr im Ohr geblieben", sagte der Schauspieler, der in Recklinghausen (NRW) lebt. Insofern habe er nicht üben müssen, um als Kommissariatsleiter im Dresdner "Tatort" zu sächseln. "Es kommt wieder hoch." Es dauere nur ein, zwei Tage in Dresden, "und ich rede automatisch im Slang".

Heidi Klum, 48, Model, kann Halloween kaum erwarten. Seit Anfang Oktober postet sie fast täglich kleine Gruselszenen auf Instagram: Sie steigt als Zombiebraut aus dem Grab, beißt genüsslich in einen abgerissenen Arm oder zeigt ihren zerfetzten Rücken. Die Deutsche aus dem karnevalsverrückten Rheinland hat in ihrer US-Wahlheimat den Ruf als "Queen of Halloween". Doch wegen der Corona-Pandemie fällt ihre traditionelle Kostümfeier wohl auch in diesem Jahr aus. Derzeit plane sie keine Halloween-Party, teilte Klums Management der Deutschen Presse-Agentur mit. Schon im Vorjahr war die übliche Feier mit Promi-Gästen in aufwendigen Kostümen ausgefallen, stattdessen hatte Klum am 31. Oktober ein Grusel-Video auf Instagram veröffentlicht, für das sie auch ihre als Mumien verkleideten Kinder sowie Ehemann Tom Kaulitz, 32, einspannte. Die nun veröffentlichten Clips deuten darauf hin, dass Klum auch in diesem Jahr ein Horrorfilmchen zeigen wird.

Joachim Król, 64, Schauspieler , schaut sich gern Filme an, in denen er selbst mitspielt. "Manche Sachen werden dann ja auch im Fernsehen gesendet, und wann immer ich da reinzappe, bleibe ich auch hängen", sagte der Ex-"Tatort"-Kommissar dem Bayerischen Rundfunk. "Das ist ja das Schöne an unserem Beruf: Wir können auf Zeitreisen gehen. Wir können uns betrachten, wer wir mal waren, und uns erinnern an die Leute, die uns damals umgeben haben, mit denen wir schöne Erlebnisse hatten, wo wir waren."

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