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Prinz William wird ziviler Rettungspilot:Im Notfall wählen Sie Kensington Palace

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Prinz William wird ziviler Rettungshubschrauber-Pilot.

(Foto: AP)

Papa, Ehemann und Prinz zu sein scheint William nicht auszufüllen - er will wieder fliegen. Und zwar als ziviler Rettungshubschrauber-Pilot. Sein zukünftiger Arbeitgeber freut sich nicht nur über jahrelange Berufserfahrung.

Nett lächeln und winken beim Aussteigen aus dem Flugzeug in Australien, mit dem kleinen George Schmetterlingen hinterherschauen und mit Kate den Kensington-Palast renovieren: Seine Pflichten als britischer Thronfolger, Ehemann und Vater scheinen Prinz William nicht ausreichend zu erfüllen. Er will wieder im Hubschrauber sitzen und Leben retten. Der 32-Jährige beginnt im September eine fünfmonatige Ausbildung zum zivilen Rettungshubschrauber-Piloten.

Einen Hubschrauber-Pilotenschein hat Prinz William eigentlich schon. Während seiner siebeneinhalbjährigen Karriere beim Militär war er bereits dreieinhalb Jahre als Rettungshubschrauber-Pilot bei der Royal Air Force im Einsatz. Im vergangenen Jahr gab er den Posten auf, nicht zuletzt für die Familie.

Angekündigt hatte er es schon damals: Er wolle sich in Zukunft mehr im gemeinnützigen Bereich engagieren. Jetzt verbindet er den noblen Vorsatz mit seiner Leidenschaft für das Fliegen. Nach der Ausbildung nämlich, folgen die guten Taten. William will Einsätze für die gemeinnützige East Anglian Air Ambulance (EAAA) fliegen. Zu deren Spektrum zählen Notfälle vom Herzinfarkt bis zum schweren Verkehrsunfall.

William spendet sein Gehalt - direkt zurück an den Arbeitgeber

Das Jahresgehalt von rund 50.000 Euro spendet Prinz William seinem zukünftigen Arbeitgeber. Bei der EAAA erwartet man ihn mit Begeisterung: "Es ist ganz großartig, dass er mit uns fliegen will", sagte der medizinische Chef der Rettungsorganisation, Alastair Wilson. Auch William freue sich auf seine neue Aufgabe. Wie ein Palastsprecher mitteilte, warte er schon ganz "ungeduldig".

Williams Einsatzgebiet wird in der Region um Cambridge und im Osten Englands liegen. So kann er die Zeit nach getaner Arbeit mit seiner Familie abwechselnd im Landhaus auf dem Anwesen in Sandringham und im frisch-renovierten Kensington-Palast in London verbringen.

© Süddeutsche.de/afp/tam/frdu

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