Im Mai 1999 landete Prinz Andrew, Herzog von York, mit dem Hubschrauber auf einer Insel in der Karibik. Die Insel gehörte dem New Yorker Investmentbanker Jeffrey Epstein, den Andrew wohl schon seit den frühen Neunzigerjahren kannte – weit länger, als er selbst es je zugegeben hat. Begleitet wurde der Prinz von einer Frau, die angab, Gehirnchirurgin zu sein. Sie war nach Angaben des Ehepaars, das Epsteins Anwesen verwaltete, „groß, blond gefärbt und hatte große Brüste“. Die beiden teilten sich ein Zimmer und verbrachten die meiste Zeit mit Windsurfen, Segeln oder anderen Wassersportarten. Eines Tages kehrte Andrew ins Haus zurück und behauptete, seine Bekannte sei auf einen Seeigel getreten, woraufhin er ihr als Heilmittel auf den Fuß uriniert habe. „Das royale beste Stück hat seine Pflicht getan“, sagte der Prinz kichernd.
Prinz AndrewDer Königliche und seine 3000 Frauen
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Ein neues Buch voller saftiger Anekdoten: Der Historiker Andrew Lownie stellt Prinz Andrew nicht als abtrünnigen Royal dar, sondern als Produkt eines Apparats, der die korrupten und sexuellen Eskapaden des Prinzen ermöglichte.
Von Alexander Menden

Britisches Königshaus:Der unbeliebteste Royal
Missbrauchsskandal, desaströs peinliches Interview, Rauswurf aus der Residenz: Prinz Andrew steht in der Gunst der Briten an hinterster Stelle. Bei der Krönung seines Bruders Charles III. darf er trotzdem dabei sein - aber nur als Randerscheinung.
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