PotsdamProzess wegen Todes auf Karussell

Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand.
Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Ein neuer Prozess wegen des Todes einer Frau auf einem Karussell auf dem Potsdamer Oktoberfest 2019 ist am Montag vor dem Potsdamer Amtsgericht eröffnet worden....

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Potsdam (dpa/bb) - Ein neuer Prozess wegen des Todes einer Frau auf einem Karussell auf dem Potsdamer Oktoberfest 2019 ist am Montag vor dem Potsdamer Amtsgericht eröffnet worden. Die angeklagte 49 Jahre alte Frau habe sich nicht geäußert, sagte Gerichtssprecher Oliver Kramm. Die Mitarbeiterin des Fahrgeschäfts „Playball“ ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Bei dem Unglück am 29. September 2019 war eine 29 Jahre alte Mitarbeiterin gestorben. Die Angeklagte soll versehentlich einen falschen Knopf bedient haben, ohne sich dabei zu vergewissern, ob sich auf der sich drehenden Plattform noch Personen befunden haben.

Das Karussell setzte sich dann ohne den üblichen Warnton in Bewegung. Die Mitarbeiterin soll nach mehreren Umdrehungen gegen ein Geländer und dann zu Boden geschleudert worden sein. Sie fiel mehrere Meter in die Tiefe und erlitt tödliche innere Verletzungen.

Die 49-jährige Angeklagte hatte Widerspruch gegen den in einem ersten Prozess erlassenen Strafbefehl für zehn Monate Haft auf Bewährung eingelegt. Deshalb muss erneut verhandelt werden. Ein Strafbefehl ist ein vereinfachtes und beschleunigtes Verfahren. Dabei darf nur eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr auf Bewährung festgesetzt werden. In dem Prozess ist das Gericht nun nicht an den Strafbefehl gebunden.

Nächster Verhandlungstermin ist am 14. März.

© dpa-infocom, dpa:220228-99-326039/2

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