Pornodarstellerin verliert vor Gericht Stormy Daniels scheitert mit Klage gegen Trump

  • Ein Bundesrichter hat Stormy Daniels Verleumdungsklage gegen US-Präsidenten Donald Trump abgewiesen.
  • Im Zentrum des Rechtsstreits steht ein Schweigegeld-Deal, für den der Pornostar die angebliche Affäre geheim halten sollte.
  • Der Pornostar hat auch auf Auflösung der Vereinbarung geklagt - dieses Verfahren läuft noch.

Ein Bundesrichter hat eine Verleumdungsklage der Pornodarstellerin Stormy Daniels gegen US-Präsident Donald Trump abgewiesen. Bei einem Tweet Trumps, an dem Daniels Anstoß nahm, habe es sich nur um eine "übertriebene Äußerung" gegen einen politischen Gegner gehandelt, hieß es in einer Begründung von Richter S. James Otero am Montag in Los Angeles. Daniels gibt an, 2006 mit dem damals verheirateten Trump Sex gehabt zu haben, was dieser bestreitet.

Im Zentrum des Rechtsstreits steht ein Schweigegeld-Deal vor der Wahl 2016, für den die Pornodarstellerin die angebliche Affäre unter der Decke halten sollte. Sie hat auf Auflösung der Vereinbarung geklagt - dieses Verfahren läuft noch. Die Sache ist auch brisant, weil das Schweigegeld ein Verstoß gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung darstellen könnte.

Die Verleumdungsklage ging auf einen Tweet Trumps zurück, in dem er sich über ein Phantombild eines Mannes mokierte, der Daniels laut deren Aussage 2011 mit Konsequenzen gedroht haben soll, wenn sie über ihre angebliche Affäre mit Trump nicht schweige. Der Präsident nannte das Bild einen "totalen Schwindel".

Die Abweisung von Daniels' Klage feierte sein Anwalt Charles Harder am Montag als "totalen Sieg" für seinen Mandanten. Daniels' Anwalt Michael Avenatti kündigte hingegen an, in Berufung gehen zu wollen. Er sei zuversichtlich, dass die Richterentscheidung rückgängig gemacht werde.

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