Getöteter Polizist im SaarlandVom Mordvorwurf freigesprochen

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Der Angeklagte hält sich am Tag der Urteilsverkündung einen schwarzen Ordner vors Gesicht, um auf Fotos nicht erkannt zu werden.
Der Angeklagte hält sich am Tag der Urteilsverkündung einen schwarzen Ordner vors Gesicht, um auf Fotos nicht erkannt zu werden. Laszlo Pinter/dpa

Vor einem Jahr tötet Ahmet G. beim Überfall auf eine Tankstelle einen Polizisten. Im Prozess attestiert ihm ein Gutachter eine paranoide Schizophrenie – er wird nur für den Raub schuldig gesprochen. Das Urteil löst Unverständnis aus.

Von Kathrin Wiesel-Lancé, Saarbrücken

Mit diesem Urteil hatte wohl kaum einer im Saal gerechnet. „Skandal!“, ruft ein Mann im Publikum, schlägt mit seiner Jacke auf die Zuschauerbank. „Alle Leben sind zerstört“, murmelt eine Frau neben ihm. Der Angeklagte blickt auf den Boden, als ihn zwei Polizisten abführen. Wie er das meistens während des Prozesses getan hat. Ahmet G. ist gerade 19 Jahre alt, der schwarze Bart in seinem Gesicht fast noch ein Flaum.

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