bedeckt München 15°

Polizeigewalt:Blaue Flecken

Coronavirus - Hamburg

Vor Gericht wird klar: Es gibt verschiedene Geschichten für eine Nacht. (Symbolbild)

(Foto: dpa)

Eine Party eskaliert, eine Frau wird festgenommen. Sie fühlt sich als Opfer von rassistischer Polizeigewalt, erstattet Anzeige wegen Körperverletzung - und steht auf einmal selbst vor Gericht.

Von Hannah Beitzer, Berlin

"Dafür werde ich sie zur Rechenschaft ziehen": Diesen Satz, so erzählt es Nicoleta T., habe sie gedacht, als sie an einem Morgen im Juni 2017 eine Berliner Polizeistation verließ, Arme und Beine von blauen Flecken übersät, die Handgelenke geschwollen. Die heute 41-jährige Rumänin war am Abend zuvor zu Gast auf einer recht wilden Party gewesen, die die Polizei gegen sechs Uhr aufgelöst hatte. Die Beamten haben Nicoleta T. in Handschellen abgeführt. Dabei hätten sie, so sagt sie es, unnötige Gewalt angewandt. Auch denken sie und ihre Freunde, dass sie aus den Partygästen herausgepickt wurde, weil sie mit einem Freund auf Rumänisch sprach.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Fans
Masse und Macht
Baron Peter Piot
Epidemiologie
Der Virenjäger
Freundinnen
Corona und Freundschaft
Es waren einmal zwei Freundinnen
Zufriedenheit
Anleitung zum Glücklichsein
Studium
"Mittlerweile hab ich nur noch sehr wenig Lust an der Uni"
Zur SZ-Startseite