SZ-Podcast "Auf den Punkt" Missbrauch in Lügde: Wie ist so ein Desaster möglich?

Auf einem Campingplatz in Lügde in Nordrhein-Westfalen sollen mindestens 40 Kinder missbraucht worden sein. Die Behörden leisten sich eine Panne nach der anderen.

Es ist ungeheuerlich, was sich mehr als zehn Jahre lang auf dem Campingplatz "Eichwald" in Lügde abgespielt haben soll. Genauer gesagt auf der Parzelle des Verdächtigen Andreas V. Er soll zusammen mit einem Komplizen mindestens 40 Kinder sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Von über 1000 Missbrauchsfällen ist die Rede.

Seit V. Anfang Dezember festgenommen wurde, hatten die Behörden Zeit, den Tatort ausführlich zu untersuchen. Doch bei den Ermittlungen reiht sich ein Fehler an den anderen. Die Spurensicherung arbeitet unordentlich, Beweise verschwinden und der Abrissunternehmer, der die Parzelle von Andreas V. platt machen sollte, findet potenzielles Beweismaterial. Jana Stegemann, die den Fall für die SZ begleitet, kann diese Pannenserie nicht begreifen. Einen Rücktritt des NRW-Innenministers Herbert Reul fordert sie aber nicht.

Weitere Themen: Winterkorn angeklagt, EU-Urheberrechtsreform kommt, Vermögen der Deutschen wachsen.

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