Podcast: „Auf den Punkt“Profit vor Sicherheit: Urteil zum Brückeneinsturz von Genua

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„Auf den Punkt“ – der Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung.
„Auf den Punkt“ – der Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung. SZ

Vor acht Jahren sind in Genua beim Zusammenbruch einer Autobahnbrücke 43 Menschen gestorben. Jetzt müssen die Verantwortlichen viele Jahre ins Gefängnis.

Von Elisa Britzelmeier und Lars Langenau

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Am 14. August 2018 sind beim Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua 43 Menschen ums Leben gekommen. Diesen Donnerstag ist der Hauptangeklagte zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der norditalienischen Hafenstadt sprach den früheren Chef von Italiens Autobahngesellschaft schuldig.

Die Staatsanwaltschaft legte dem einstigen Top-Manager zur Last, bereits seit 2009 von Mängeln gewusst zu haben. Die Anklage beschrieb ihn als Alleinherrscher, der das Unternehmen wie sein „Königreich“ geführt habe. Wichtiger als eine sichere Infrastruktur sei ihm der Profit gewesen. Die Verteidigung hingegen sprach von einem nicht erkennbaren Konstruktionsfehler an einem der Pfeiler.

Auch gegen andere Verantwortliche verhängte das Gericht mehrjährige Gefängnisstrafen - alles in allem fast 200 Jahre Haft. Der heutige Chef der Betreibergesellschaft hatte erst kurz vor Prozessende die Hinterbliebenen öffentlich um Entschuldigung gebeten, sagt SZ-Italien-Korrespondentin Elisa Britzelmeier. Die Angehörigen der Opfer empfanden dies als Schlag ins Gesicht, da sie eine Entschuldigung viel früher gefordert hätten. Britzelmeier beschreibt, wie das Trauma des Unglücks bis heute nachwirkt.

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Gerichtsurteil in Italien
:Unbeliebter Autobahnchef trägt die Hauptschuld am Brücken-Unglück in Genua

Der Top-Manager muss für zwölf Jahre ins Gefängnis. Laut Staatsanwalt sei dessen herrischer Führungsstil mitverantwortlich für die Katastrophe, bei der vor acht Jahren 43 Menschen ums Leben gekommen sind.

SZ PlusVon Elisa Britzelmeier

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