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Peking:Deutsche Ärzte sterben bei Busunfall

Bei einem schweren Busunglück in der Nähe der chinesischen Hauptstadt Peking sind mehrere deutsche Staatsangehörige ums Leben gekommen. Dem Auswärtigen Amt in Berlin zufolge handelt es sich bei den Verungückten um Mitglieder einer Ärztegruppe. Sie stammen aus Bayern und Baden-Württemberg.

Bei einem Busunglück in der Nähe der chinesischen Hauptstadt Peking sind nach Berichten staatlicher Medien fünf deutsche Touristen ums Leben gekommen. Insgesamt seien am Montag sechs Menschen gestorben, als der Bus auf der Schnellstraße Peking-Shanghai mit einem Lastwagen zusammenstieß, hieß es. Bei dem sechsten Todesopfer handelt es sich demzufolge um einen Chinesen.

Insgesamt 14 Verletzte würden im Wuqing-Volkskrankenhaus in Tianjin behandelt, hieß es, zwölf von ihnen seien Deutsche. Drei Verunglückte seien schwer verletzt.

Das Auswärtige Amt hat mittlerweile den Tod von mindestens vier Deutschen bestätigt. Sie gehörten zu einer Ärztegruppe. Drei von ihnen stammten aus Bayern und zwei aus Baden-Württemberg. Das berichtete der Radiodienst BLR unter Berufung auf den Reiseveranstalter Ultramer Touristik aus Scheidegg bei Lindau. Demnach gehörten sie zu einer 19-köpfigen Gruppe von Ärzten, die gerade erst in China angekommen war. Zehn Tage lang hätten sie sich in Traditioneller Chinesischer Medizin weiterbilden wollen. Über den Zustand der meisten von ihnen konnten zunächst keine Angaben gemacht werden.

Mitarbeiter der deutschen Botschaft seien nach Tianjin geeilt, um weitere Informationen zu bekommen und die verunglückten Deutschen konsularisch zu betreuen, hieß es aus Berlin. Der deutsche Botschafter in Peking ist ebenfalls dorthin gefahren, um Unterstützung zu leisten.

Laut staatlichen Medien war der Bus des Reiseveranstalters China Youth Travel auf einer Zubringerstraße auf den Container-Lastwagen aufgefahren. Die Unfallursache war zunächst nicht bekannt. Zudem war unklar, wie viele Menschen in dem Bus saßen. Augenzeugen sprachen von "einigen Menschen, die vor den Flammen flüchteten", meldete Xinhua.

© Süddeutsche.de/dapd/dpa/gal/dgr/jobr
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