bedeckt München 12°
vgwortpixel

Weltjugendtag in Panama:Papst Franziskus fordert Brücken statt Mauern

Weltjugendtag in Panama

Papst Franziskus bahnt sich im Papa-Mobil seinen Weg durch die Massen in Panama-Stadt.

(Foto: dpa)
  • Papst Franziskus warnt auf dem Weltjugendtag in Panama-Stadt vor Spaltern der Gesellschaft.
  • Er spricht sich gegen Abschottung aus und fordert dazu auf, "Brücken statt Mauern zu bauen".
  • An der Feier nahmen rund 250 000 junge Menschen teil.

Papst Franziskus hat die Pilger auf dem Weltjugendtag in Panama dazu aufgerufen, Brücken statt Mauern zu bauen. Der Pontifex verurteilte vor Zehntausenden Menschen "diese Erbauer von Mauern, die, indem sie Angst säen, Menschen zu spalten versuchen".

Nach Veranstalter-Angaben nahmen an der Feier am Küstenstreifen von Panama-Stadt rund 250 000 junge Menschen teil - viele von ihnen sind einfache Besucher. Offiziell als Weltjugendtags-Pilger registriert sind nur rund 86 000. Erwartet hatten die Veranstalter etwa 150 000 Pilger. Aus Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz rund 2300 Wallfahrer vor Ort.

"Mit euren Gesten und eurem Verhalten, mit euren Blicken, mit den Wünschen und vor allem mit der Sensibilität, die ihr habt, widerlegt und entschärft ihr all jene Reden, die darauf bedacht sind, Spaltung hervorzurufen und die mit aller Kraft diejenigen ausschließen und vertreiben wollen, die nicht wie wir sind", sagte der Pontifex.

Der Argentinier spricht sich immer wieder gegen Abschottung aus und hatte sich auch in die von US-Präsident Donald Trump forcierte Debatte über den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko eingeschaltet. Auf seiner Mexiko-Reise 2016 hatte Franziskus gesagt: "Eine Person, die daran denkt, Mauern anstatt Brücken zu bauen, ist nicht christlich."

Weltjugendtage finden alle zwei bis drei Jahre statt. An wechselnden Orten kommen zu diesem Anlass katholische Jugendliche aus aller Welt zusammen, um ihren Glauben zu feiern. Der jetzige Weltjugendtag ist nach den Veranstaltungen in Buenos Aires (1987) und Rio de Janeiro (2013) der dritte in Lateinamerika.

© SZ.de/dpa/kler/bix
Papst Franziskus Papst-Sprecher treten überraschend zurück

Vatikan

Papst-Sprecher treten überraschend zurück

Aufregung im Vatikan an Silvester: Der Sprecher und seine Stellvertreterin geben ihr Amt auf, Papst Franziskus ersetzt sie durch einen Italiener. Das sorgt hinter den Kulissen in Rom für Unruhe.

Zur SZ-Startseite