Papst Franziskus beim Weltjugendtag:Runter vom Sofa, weg vom Computer

Pope Francis reacts as he speaks during a Prayer Vigil with young at the Campus Misericordiae during World Youth Day in Brzegi, near Krakow

Der 79-jährige Papst Franziskus fordert von der Jugend mehr Aktivität: "Liebe junge Menschen, wir sind nicht auf die Welt gekommen, um vor uns hinzuvegetieren."

(Foto: REUTERS)
  • Mit einem großen Abschlussgottesdienst endet der Weltjugendtag in Krakau.
  • Am Samstagabend hatte Papst Franziskus die angereisten Jugendlichen aufgefordert, das bequeme Sofa zu verlassen und aktiv zu werden.

Großes Finale des Weltjugendtages mit Papst Franziskus: Auf dem "Feld der Barmherzigkeit" feiert das Kirchenoberhaupt an diesem Sonntag den Abschlussgottesdienst mit den Jugendlichen aus aller Welt, die in den vergangenen sechs Tagen im südpolnischen Krakau zusammengekommen sind. Dabei wird der Papst auch Ort und Termin des nächsten Weltjugendtages bekannt geben. Die Veranstaltung findet alle zwei- bis drei Jahre statt, zuletzt in Madrid, Rio de Janeiro und Krakau.

In der Nacht auf Sonntag hatten der Polizei zufolge mehr als eine Million Jugendliche auf dem riesigen Feld in Brzegi bei Krakau mit Liedern und Gebeten Nachtwache gehalten. Zu dieser sogenannten Vigil war am Samstagabend auch der Papst gekommen. Franziskus, der während der vergangenen Tage mitunter einen erschöpften Eindruck machte, blühte bei dem Treffen mit den Jugendlichen sichtbar auf.

"Für viele ist es einfacher, duselige und benommene Jugendliche zu haben"

In seiner Ansprache hat der Papst die Jugend runter vom Sofa und weg von Computern und Fernsehern gescheucht. "Für viele Menschen ist es einfacher, benommene und abgestumpfte Jugendliche zu haben, die Glückseligkeit mit einem Sofa verwechseln", sagte er. "Liebe junge Menschen, wir sind nicht auf die Welt gekommen, um vor uns hinzuvegetieren", sagte er, "sondern um Spuren zu hinterlassen".

Ein Sofa vermittle Ruhe und Sicherheit und sei ein Ort, um sich in der Welt von Videospielen und Computern zu verlieren, so Franziskus zu mehr als einer Million jungen Gläubigen. Jedoch: "Die Zeiten, in denen wir leben, brauchen keine jungen Stubenhocker, sondern junge Menschen mit Schuhen an den Füßen, besser noch mit Stiefeln."

An dem Weltjugendtag mit Pilgern aus mehr als 180 Nationen hatten auch etwa 16 000 Deutsche teilgenommen. Für sie steht am Sonntag ebenso die Heimreise an wie für Franziskus, der am Nachmittag nach seinem fünftägigen Aufenthalt in Polen nach Rom zurückfliegt.

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