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Albinismus:Schneeweißer Panda tappt in Fotofalle

Diese Aufnahme des Albino-Pandas gelang in der chinesischen Provinz Sichuan.

(Foto: AFP)
  • In einem Naturpark in der Provinz Sichuan ist eine seltene Tier-Aufnahme geglückt.
  • Das Bild soll belegen, dass bei Riesenpandas auch Albinismus auftreten kann.
  • Nicht immer aber haben Pandas schwarze Flecken. Eine seltene Unterart hat auch eine bräunliche Färbung.

Er ist anders als die anderen: Ein makellos weißer Panda mit roten Augen ist im Südwesten Chinas in eine Fotofalle getappt. Die seltene Aufnahme belegt, dass Albinismus auch bei Riesenpandas auftreten kann.

Nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua ist das Foto in einem Naturpark in der Provinz Sichuan geglückt. Die Bilder wurden demnach bereits im April aufgenommen. Den Fotos nach zu urteilen, handelt es sich bei dem komplett weißen Tier um einen ein bis zwei Jahre alten Albino, zitierte Xinhua den Pekinger Bären-Forscher Li Sheng.

Bei Tieren - und auch bei Menschen - mit Albinismus ist die Bildung des Farbstoffes Melanin gestört. Haut, Haare oder Fell sind wegen des genetischen Defekts besonders hell.

Auch im Qinling-Gebirgszug leben Pandas mit anderer Färbung

Bereits vor mehreren Jahrzehnten machten Riesenpandas mit besonderer Färbung Schlagzeilen, 2005 wurden die Qinling-Pandas dann als eigene Unterart anerkannt. Bei ihnen handelt es sich um Riesenpandas mit einer bräunlichen statt schwarzen Fellfärbung.

Die Qingling-Pandas leben in dem gleichnamigen Gebirgszug in der chinesischen Provinz Shaanxi. Besonders bekannt ist ein braun-weißer Panda namens Qizai. Er soll weltweit der einzige in einem Gehege lebende Panda mit bräunlicher Färbung sein. Das Tier soll bereits 2008 geboren und von seiner Mutter als Jungtier verstoßen worden sein.

Riesenpandas gelten als Chinas Nationaltiere und sind eine der am stärksten gefährdeten Arten der Welt. Etwa 1800 von ihnen leben in freier Wildbahn, zum größten Teil in den Bergen der südwestchinesischen Provinzen Sichuan und Shaanxi. Auch wenn die meisten von ihnen typisch schwarz-weiß gefärbt sind, haben alle Pandas individuelle Gesichtszüge, die sie von Artgenossen unterscheiden. Wie es in dem Bericht der Agentur Xinhua heißt, soll eine App zur Gesichtserkennung künftig Artenschützern helfen, die stark bedrohten Bären zu identifizieren. Neben den Tieren in freier Wildbahn gibt es zahlreiche Zoos, die Pandas halten. Mehr als 500 Riesenpandas leben derzeit in Gefangenschaft.

© SZ.de/dpa/aner/pvn
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