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Hongkong:Sex? Lieber ohne Publikum!

Werden hoffentlich bald Eltern: die Pandas Ying Ying und Le Le.

(Foto: HANDOUT/AFP)
  • Die Pandas Ying Ying und Le Le leben seit 2007 zusammen in einem Zoo und Freizeitpark in Hongkong - nun haben sie endlich auch körperliches Interesse aneinander.
  • Ein Grund für das plötzliche Fortpflanzungsinteresse könnte sein, dass der Zoo wegen Covid-19 geschlossen hat und die Pandas eine ungewohnte Privatsphäre genießen.

Seit 2007 schon lebt das Panda-Paar zusammen. Gelegentlich gibt es ein paar Meinungsverschiedenheiten, aber in welcher Beziehung gibt es die nicht. Eigentlich ist alles recht harmonisch - also abgesehen vom Sex. Daran haben sich die beiden 2010 einmal versucht, allerdings eher erfolglos, und seitdem herrschte Flaute. Zumindest bis jetzt.

Denn kaum hat der Tier-und Vergnügungspark in Hongkong bedingt durch das Coronavirus für ein paar Monate geschlossen, haben die Pandabären Ying Ying und Le Le ihr Paarungsinteresse (wieder)entdeckt. Der Ocean Park, in dem die beiden wohnen, veröffentlichte bereits eine begeisterte Mitteilung und Fotos, die die Tiere in inniger Umarmung und auch weniger jugendfreien Positionen zeigen. Die Tiere hätten "nach Jahren des Versuchens und Lernens" zueinandergefunden, sagt ein Parkmitarbeiter.

Ob die Pandas wirklich mehr Lust auf Fortpflanzung hatten, weil sie sich plötzlich nicht mehr ständig von Besuchern beobachtet fühlten, ist nicht ganz klar. Manche Fachleute vermuten schließlich, dass sich Zootiere jetzt, wo sie wegen Covid-19 außer ihren Pflegern kaum noch Gesellschaft haben, langweilen und träge werden könnten - auch in puncto Sex.

Für die Hongkonger Pandas kommt dazu, dass die vorübergehende Schließung des Tierparks auch mit ihrer natürlichen Fortpflanzungszeit zusammengefallen ist; die liegt zwischen März und Mai. Passenderweise heißt es in der Mitteilung des Parks: "Seit Ende März verbringt Ying Ying mehr Zeit spielend im Wasser, während Le Le Duftmarken in seinem Revier hinterlässt und das Gelände nach Ying Yings Duft absucht." Dieses Verhalten sei typisch für die Paarungszeit.

Experten werden nun Ausschau nach Anzeichen für eine Trächtigkeit bei Panda-Dame Ying Ying halten. Dafür brauchen sie Geduld, da die Tragzeit bei Pandas - wie bei anderen Bären aufgrund der sogenannten verzögerten Einnistung auch - laut Tierpark zwischen 72 und 324 Tagen beträgt. Klarheit könne erst ein Ultraschall 14 bis 17 Tage vor der Geburt bringen. Sollte es erfolgreich zur Befruchtung gekommen sein, könnte Ying Ying frühestens im Juni Hormonschwankungen und Verhaltensänderungen zeigen. Man werde die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten.

© SZ/mkoh/lot/cat/lot
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