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Pamplona:Kuhrennen für Frauen gefordert

Gleichberechtigung auf Spanisch: Frauen in Pamplona fordern nun ihre eigene "Fiesta". Sie wollen es mit einem Kuhrennen den Männern und ihrer berühmten Stierhatz gleichtun.

"Kühe wollen rennen": Mit diesem Slogan fordern spanische Frauen ihre eigene Fiesta in Pamplona. Bei der berühmten Hetzjagd von Stieren durch die Gassen der nordspanischen Stadt dürfen sich mittlerweile zwar auch weibliche Wagemutige mit den Bullen messen.

Pamplona

Auf die Hörner genommen: ein Spanier bei der Stierhatz in Pamplona.

(Foto: Foto: dpa)

Die überwiegende Zahl derjenigen, die die gereizten Tiere mit einem Durchschnittsgewicht von 600 Kilogramm über eine Strecke von 800 Metern in die Arena treiben, ist aber nach wie vor männlich.

Grund genug für Frauen, jetzt ein zweites San Fermin - wie das Fest genannt wird - zu fordern, und zwar mit Kühen und ausschließlich Teilnehmerinnen. Angestoßen wurde die Idee auf der Studentenwebseite www.estudiln.net. "Kühe haben wie Bullen vier Beine und einen Instinkt zu rennen", heißt es in dem Manifest.

"Mit einem 'Encierro' für Kühe würde Pamplona zum Vorreiter der traditionellen Fiesta bei der Gleichstellung von Mann und Frau werden."Die Organisatoren in Pamplona reagierten auf die Forderung zunächst nicht. Was Ernest Hemingway, der Pamplona in seinem Roman "Fiesta" weltweit bekannt machte, davon halten würde, muss indes für immer ungewiss bleiben. Das Fest, bei dem es jedes Jahr zahlreiche Verletzte gibt, läuft noch bis Samstag.

© Reuters

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Stierjagd in Pamplona

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