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Pakistan:Französin in spektakulärer Rettungsaktion am Nanga Parbat gerettet

Denis Urubko, Elisabeth Revol, and Adam Bielecki pose for a picture at the base of the Diamir Face of Nanga Parbat

Elisabeth Revol (Mitte) mit ihren Rettern Denis Urubko und Adam Bielecki.

(Foto: REUTERS)
  • Bei einer Rettungsaktion am Nanga Parbat konnte eine französische Bergsteigerin gerettet werden, ihr polnischer Kletterpartner wurde für tot erklärt.
  • Um sie zu erreichen, mussten die Retter einen wahnwitzigen Aufstieg absolvieren.
  • Im Winter sind die Bedingungen am Berg noch extremer als in den Sommermonaten.

Eine französische Bergsteigerin befindet sich nach einer spektakulären Rettung vom Nanga Parbat in Pakistan auf dem Weg der Besserung. Ihr Arzt sagte am Montag, Elisabeth Revol könnte bald entlassen werden. Sie selbst sagte dem örtlichen Fernsehsender GEO TV, sie hätte nach ihrer Rettung ein Problem mit ihren Fingern gehabt, mittlerweile gehe es ihr aber gut.

Revol hatte versucht, mit ihrem polnischen Begleiter Tomek Mackiewicz den 8126 Meter hohen Nanga Parbat zu besteigen - im Winter, wenn die Bedingungen noch extremer sind als im Sommer, der eigentlichen "Saison". Beim Aufstieg wurden die beiden von schlechtem Wetter überrascht. Die Französin konnte von einer anderen Expedition gerettet und nach Islamabad geflogen werden. Um sie zu erreichen, mussten ihre Retter an ihre Grenzen gehen.

Ihr Partner wurde für tot erklärt

Die Polen Adam Bielecki and Denis Urubko bestiegen die Kinshofer-Wand des Nanga Parbat - nachts, bei minus 40 Grad und in übermenschlicher Geschwindigkeit, wie das Klettermagazin Rock and Ice schreibt. Dieser Aufstieg sei schon unter idealen Bedingungen schwierig und gefährlich. Nachdem sie Revol gefunden hatten, rasteten sie wenige Stunden ohne Zelt und machten sich dann an den gemeinamen Abstieg.

Mackiewicz, Revols Partner, befand sich zu diesen Zeitpunkt noch hunderte Meter weiter oben und litt unter Schneeblindheit und Höhenkrankheit. Eine weitere Suche nach ihm hätte ein zu großes Risiko für die Retter dargestellt, ein am nächsten Morgen eingesetzter Helikopter konnte nicht weiter als 6000 Meter aufsteigen. Die Suche nach ihm wurde abgebrochen und er wurde für tot erklärt.

© SZ.de/AP/csi

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