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Organisierte Kriminalität:Polizei gelingt Schlag gegen Diebesbanden in Europa

  • Es gab 138 Durchsuchungen in Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, Italien, Portugal, Frankreich und Belgien.
  • Insgesamt ermittelte die Polizei 1890 Verdächtige, erließ 575 Haftbefehle und nahm 382 mutmaßliche Täter fest.
  • Im Laufe der Ermittlungen wurden die Diebstähle von 910 Autos und Lastwagen aufgeklärt.

Nach jahrelangen europaweiten Ermittlungen gegen die organisierte Kriminalität hat die Polizei Dutzende Banden vor allem aus Osteuropa zerschlagen. Dabei wurden Hunderte Verdächtige verhaftet. An der Aktion waren Tausende Polizisten in 22 Ländern beteiligt, wie das Bundeskriminalamt (BKA) und das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstag berichteten.

Die Fahnder konnten 72 verschiedene Banden ermitteln. Diese klauten teure Geländewagen, brachen in Häuser und Wohnungen und verübten Raubüberfälle auf Juweliere. Aber auch Passfälschung, Menschenhandel und Auftragsmorde gehörten zum Betätigungsfeld der Banden. Insgesamt ermittelte die Polizei 1890 Verdächtige, erließ 575 Haftbefehle und nahm 382 mutmaßliche Täter fest. 79 Täter wurden bereits verurteilt.

Die Kriminellen kamen vor allem aus Polen, Litauen und Russland, aber auch aus Georgien und Tschetschenien. Es gab 138 Durchsuchungen in Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, Italien, Portugal, Frankreich und Belgien.

Im Laufe der Ermittlungen wurden die Diebstähle von 910 Autos und Lastwagen aufgeklärt. Der dadurch entstandene Schaden betrug mehr als 65 Millionen Euro. Viele der Ermittlungsverfahren laufen noch, sodass die Zahlen noch steigen könnten, teilten BKA und LKA mit. Insgesamt dürfte der Schaden durch die straff organisierten und professionell agierenden Banden deutlich im dreistelligen Millionenbereich liegen.

Die Europäische Union förderte die Zusammenarbeit der Polizeibehörden als Projekt unter dem Titel "Internal Security" mit finanziellen Zuschüssen. Die Ermittlungen dauerten zweieinhalb Jahre.

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