Online-GlücksspielsuchtWie Oscar Bishop fast sein Leben ans Glücksspiel verloren hätte

Lesezeit: 7 Min.

„Meine Familie war krank vor Sorge“: Oscar Bishop an seinem Büro in Edenvale, Johannesburg.
„Meine Familie war krank vor Sorge“: Oscar Bishop an seinem Büro in Edenvale, Johannesburg.
Joshua Beer

Immer mehr Menschen auf der Welt spielen und wetten online, viele werden süchtig. Wie verheerend die Krise sein kann, zeigt sich in Südafrika. Hier erzählt ein fünffacher Vater die Geschichte seines Absturzes – und seiner Rettung.

Von Joshua Beer, Johannesburg

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Er konnte seine Sucht erstaunlich gut verstecken. Zu Hause setzte er sich in einen Stuhl in die Ecke, damit seine Frau, seine Tochter, seine vier Söhne nicht von hinten sehen konnten, was er am Handy machte. Wenn jemand kam, wechselte er schnell die App. In Meetings in der Arbeit legte er einfach ein Blatt Papier über sein Smartphone. „Wir sitzen in einem Konferenzraum, und ich spiele. Und du kriegst es nicht mit“, sagt er heute. Er ging im Büro auf die Toilette, saß da für eine Stunde, verzockte 250 Euro und kam raus, als wäre nichts geschehen. Glücksspiel, das riecht ja niemand, anders als Alkohol.

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Glücksspielsucht
:Hände weg von Sportwetten, oder ihr endet wie ich

Er verzockt 800 000 Euro, beklaut seine Partnerin, sitzt drei Jahre im Gefängnis. Die Sucht nach Sportwetten hat Thomas Melchiors Leben ruiniert. Jetzt möchte er andere davon abhalten. Und wählt eine riskante Methode.

SZ PlusVon Marcel Laskus

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