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Österreich:Großbrand in Skihotel

Im Wintersportort Saalbach-Hinterglemm ist ein Hotel ausgebrannt. Die 120 Gäste, zumeist Deutsche und Niederländer, konnten sich retten. Die österreichische Feuerwehr konnte die Flammen erst nach Stunden löschen. Der Hotelbetreiber hat bereits einen Verdacht.

Ein Großbrand in einem Hotel hält die Feuerwehr im österreichischen Wintersportort Saalbach-Hinterglemm in Atem: Mehr als 140 vorwiegend deutsche und niederländische Gäste konnten sich rechtzeitig retten, als ihr Hotel in der Nacht zum Montag ausbrannte, wie die Polizei berichtete. Zwei Urlauber erlitten eine Rauchvergiftung.

Fire at hotel Glemmtalerhof in Austria

Ein Foto des "Glemmtalerhof" in Saalbach-Hinterglemm, in dem an den Weihnachtsfeiertagen ein Brand ausgebrochen ist.

(Foto: dpa)

Das Feuer war am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages im vierten oder fünften Stock der Anlage ausgebrochen. In diesen Etagen sind das Schwimmbad und einige der insgesamt 68 Gästezimmer.

Die Flammen konnten bis zum Vormittag nicht gelöscht werden. Einem Bericht der Wiener Zeitung zufolge waren 350 Feuerwehrleute im Einsatz. Die meisten Gäste im ausgebuchten Glemmtalerhof waren im Speisesaal, als das Feuer am späten Abend in einem der obersten Stockwerke ausbrach.

Ein Angestellter des Hotels hatte als erster bemerkt, dass aus dem Dachgeschoss Qualm kam. Als das Feuer ausbrach, saßen nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA viele Urlauber noch beim Abendessen. "Die Leute liefen durch den Speisesaal und riefen: Es brennt, es brennt", berichtete ein Tourist. Die Hotelgäste flüchteten ins Freie. Die Retter überprüften anhand einer Gästeliste, ob auch alle Menschen das Haus verlassen hatten. Ein Vater und sein Sohn konnten erst im letzten Moment gerettet werden: Die Feuerwehr fand sie nach Mitternacht schlafend in ihrem Zimmer.

Unklar ist, wie es zu dem Unglück kam. Ein Defekt in der Sauna könnte der Auslöser gewesen sein, sagte Hotelbetreiber Karl Schnell der APA, der zugleich Obmann der FPÖ in Salzburg ist. "Eine Katastrophe, es sieht schrecklich aus. Das dürfte ein Totalschaden sein", sagte Schnell. Die Wohnung der Familie Schnell lag im Dachgeschoß. Sie wurde komplett zerstört.

Die Wintersportler wurden in umliegenden Hotels untergebracht. Viele wollten jedoch gleich abreisen, hieß es bei der Polizei. Das Bundeskriminalamt in Wien nahm Ermittlungen zur Brandursache auf.