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Ölkatastrophe vor San Francisco:Hunderte ölverschmierte Vögel

Am Freitag hatte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger für die angrenzenden Gewässer und Strände den Notstand ausgerufen, um somit rasch zusätzliche Mittel für die Beseitigung der Ölverschmutzung bereitstellen zu können.

Anfangs waren die Behörden von einer viel kleineren Menge Öl ausgegangen. Wertvolle Zeit sei vergangen, als die Säuberung erst viele Stunden nach dem Unglück anlief, monierten Kritiker. Dies habe dazu geführt, dass der Ölteppich weit aus der Bucht von San Francisco hinausziehen konnte.

Die klebrige Masse hat schon die 40 Kilometer entfernten Farallon Inseln erreicht, eines der wichtigsten Vogelschutz- und Brutgebiete der USA. Viele Zugvögel rasten hier auf ihrem Weg nach Süden.

Die letzte schwere Ölpest in der malerischen Bucht der Westküstenstadt liegt knapp 20 Jahre zurück. 1988 waren durch ein defektes Rohr einer Raffinerie mehr als 1,5 Millionen Liter Öl ausgelaufen. Hunderte Vögel und Meeressäuger kamen damals ums Leben. 1996 verlor ein Frachter vor San Francisco 150 000 Liter Öl, das sich schnell in der gesamten Bucht ausbreitete.