Oberhausen Polizeieinsatz wegen Rap-Video

Mehrere vermummte Personen mit Schusswaffen auf einem Parkplatz, diese Meldung versetzte die Polizei im Ruhrgebiet in Alarm. Doch am Ende war alles harmloser als gedacht.

Was braucht man für ein Rap-Video mit Street-Credibility? Dicke Karren mit fetter Musikanlage? Ja, gerne. Böse dreinblickende Gestalten, harte Jungs aus dem Ghetto mit krassen Tattoos und viel Bling-Bling? Kann nicht schaden. Und vielleicht braucht man sogar noch eine weitere Requiste: eine Knarre, so wie sie richtige Gangster tragen.

Ob die acht jungen Männer, mit denen es die Polizei in Oberhausen am Sonntag zu tun hatte, mit Autos, Goldschmuck und anderen Rapper-Accessoires ausstaffiert waren, geht aus der Meldung des Präsidiums nicht hervor. Klar ist: Am Sonntagnachmittag meldeten Zeugen, dass sich auf einem Parkplatz im Stadtteil Vonderort einige vermummte Männer mit Schusswaffen aufhielten.

Mit mehreren Autos fuhren die Polizisten los und sahen auf dem Parkplatz unter anderem einen 21-Jährigen mit einer Gaspistole im Hosenbund. Mit gezogenen Schusswaffen brachten die Beamten die Männer zu Boden und fixierten sie.

Erst später stellte sich heraus, dass die Männer nur ein Rap-Video drehen wollten. Ein Polizeisprecher warnte vor solcherart unüberlegten Aktionen. Waffenattrappen seien für Außenstehende oder die Polizei nicht immer erkennbar. Professionelle Filmteams würden zudem vorher die notwendigen Genehmigungen einholen und vorab die Polizei informieren, damit erst gar kein falscher Alarm ausgelöst werden kann.

Kreml "Mein bester Freund ist Putin"

Rap in Russland

"Mein bester Freund ist Putin"

Rap ist in Russland zum Massenphänomen geworden. Da schlagen willkürliche Auftrittsverbote so hohe Wellen, dass sich nun sogar der Kreml einschaltet - auch aus eigennützigen Motiven.   Von Paul Katzenberger