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Oben-ohne-Fotos von Catherine:Wer sich in Gefahr begibt ...

Mittlerweile zeigen sich die britischen Medien bei königlichen Skandalen zurückhaltender: Wie BBC auf seiner Webseite berichtet, sollen die Fotos von der sonnenbadenden Kate auch britischen Zeitungen angeboten worden sein - diese hätten jedoch abgelehnt. Als die Fotos des nackten Harry um die Welt gingen, konnte allein die Sun nicht widerstehen und druckte die Bilder ab. Es wird sich zeigen, ob sich das Blatt bei Herzogin Catherine zurückhalten wird.

Kate

Wenig amüsiert und "betrübt" sollen Herzogin Catherine und Prinz William auf die Veröffentlichung der Paparazzi-Fotos in dem französischen Magazin Closer reagiert haben.

(Foto: AP)

Der Palast hatte in der Causa Harry darauf verzichtet, bei der zuständigen Pressekommission eine Beschwerde einzureichen. Diesmal jedoch wehrt sich das Königshaus: Wegen Verletzung der Privatsphäre seien rechtliche Schritte eingeleitet worden, ließ der britische Thronfolger Prinz Charles in London mitteilen. Aus französischen Justizkreisen verlautete, dass bereits am Montag vor dem Landgericht in Nanterre eine Anhörung stattfinden solle.

Wunsch nach Unsichtbarkeit

Der Unterschied zwischen den beiden "Skandalen" liegt auf der Hand: Wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um, heißt es - das dürfte aber nur für den extrovertierten jungen Mann mit den roten Haaren zutreffen, der immer wieder zu vergessen scheint, dass er das britische Königshaus repräsentiert. Catherine jedoch hat stets alles richtig gemacht. Seit sie zur königlichen Familie gehört, gab es nicht eine Situation, in der man ihr unterstellen konnte, sie lege es darauf an, zu viel von sich preiszugeben. Es würde nicht verwundern, wenn sie nach dem Vorbild der Queen Bleikettchen in den Saum ihrer Kleider nähen ließe, damit kein Windstoß ihre Beine freigeben kann.

Nach diesem Vorfall dürfte die Frau von Prinz William definitiv verstanden haben, was es bedeutet, pausenlos in der Öffentlichkeit zu stehen. Einer Öffentlichkeit, die weder Urlaub noch Privatsphäre kennt.

Auf seiner Reise durch Asien wurde William von einem kleinen Jungen gefragt, welche Superkraft er gerne hätte. "Das ist eine schwere Frage - ich bin mir nicht sicher. Da muss ich nachdenken", antwortete der Prinz und sagte dann: "Unsichtbarkeit." Hätte er in dem Moment bereits geahnt, was auf ihn und seine Frau zukommen würde - die Antwort wäre ihm wohl sofort eingefallen.

© Süddeutsche.de/jobr/joku

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