bedeckt München

Prozess gegen NSU-Anwalt:Das erfundene Opfer

Prozess gegen Anwalt von erfundenem NSU-Opfer

Das Bild zeigt Ralph W. (rechts, verpixelt) zu Beginn des Prozesses im Aachener Landgericht - nun wurde er freigesprochen.

(Foto: Henning Kaiser/dpa)

Der Anwalt Ralph W. hat im NSU-Prozess ein Opfer vertreten, das es nicht gab. Jetzt steht er vor Gericht. Ist er nun ein Betrüger  - oder selbst ein Betrogener?

Von Christian Wernicke, Aachen

Drei Monate lang hatte der Angeklagte geschwiegen. Stets saß Ralph W. still am Platz im Saal 009 des Landgerichts Aachen, den Kopf allzeit in Büßerpose zu Boden geneigt, das Gesicht hinter einer dunklen Corona-Maske versteckt. Der 53 Jahre alte Advokat, beschuldigt des schweren Betrugs und der Urkundenfälschung, hatte sich "schweigend verteidigen" wollen, wie sein Anwalt gleich zu Prozessbeginn im August erklärt hatte. Doch am Mittwochnachmittag kam alles anders.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
CHALLENGER EXPLOSION
Rückschau auf 1986
Das war's jetzt
Tokyo
Corona-Pandemie
Was wir von Asien lernen können
Virus-stricken Dutch cruise ship expected to reach Florida's coasts after stand-off over permission to dock
USA
Wie das Coronavirus Amerika infizierte
Schifferdecker NSU Podcast
NSU und rechter Terror
Deutsche Abgründe
Plate with ready-to-eat Black Forest cake PPXF00315
Abnehmen
Warum Intervallfasten nicht funktioniert
Zur SZ-Startseite