Notfälle - Marburg:Nach Einsturz von Hörsaal-Decke Ursache weiter unklar

Notfälle - Marburg: Decke von Hörsaal der Marburger Universität eingestürzt. Foto: Markus Farnung/Philipps-Universität Marburg/dpa
Decke von Hörsaal der Marburger Universität eingestürzt. Foto: Markus Farnung/Philipps-Universität Marburg/dpa (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Marburg (dpa/lhe) - Nach dem Einsturz der Decke eines Hörsaals der Marburger Philipps-Universität läuft die Suche nach der Ursache des Unglücks weiter. Die Statik-Prüfung in dem Gebäude dauere an, im Laufe der Woche sei mit einer Rückmeldung des Statikers zu rechnen, sagte eine Sprecherin der Universität am Dienstag. Davon hänge ab, ob das Gebäude wieder geöffnet werden könne oder weiterhin geschlossen bleiben müsse. Der betroffene Hörsaal dürfte voraussichtlich für ein Jahr nicht nutzbar sein, in diesem Zeitraum stünden Aufräum- und Sanierungsarbeiten an.

Der Schaden an dem historischen Gebäude, in dem ein Teil des Fachbereichs Jura untergebracht ist, war zunächst auf einen mindestens sechsstelligen Betrag geschätzt worden. Dazu gab es am Dienstag noch keine genaueren Angaben.

In dem 1924 erbauten sogenannten Landgrafenhaus war in der Nacht zum Sonntag eine Holz-Kassettendecke des Hörsaals eingestürzt, der mit rund 400 Plätzen zu den größeren der Universität gehört. Verletzt wurde niemand, da sich zu diesem Zeitpunkt niemand in dem Gebäude aufgehalten hatte. Uni-Präsident Thomas Nauss hatte sich erleichtert gezeigt, dass bei dem Vorfall niemand zu Schaden gekommen sei. Man arbeite mit Hochdruck daran, die Unglücksursache herauszufinden und wolle so schnell wie möglich mit den Aufräumarbeiten beginnen.

Derzeit ist das Gebäude für Nutzerinnen und Nutzer gesperrt, die Lehrveranstaltungen wurden verlegt oder finden in dieser Woche online statt. In dem Gebäude befinden sich mehrere Hörsäle und Seminarräume sowie Büros des Fachbereichs Rechtswissenschaften. Es wird vor allem für Lehrveranstaltungen der Fachbereiche Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften genutzt.

© dpa-infocom, dpa:231205-99-191096/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: