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Notfälle - Göttingen:Einsatz in Göttingen ruft Erinnerungen an Unglück 2010 wach

Hannover (dpa/lni) - Der Einsatz der Bombenentschärfer am Samstag in Göttingen ruft böse Erinnerungen hervor: Das Team des niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes arbeitet nur etwa 100 Meter entfernt von dem Ort, an dem 2010 drei Kollegen ums Leben kamen. "Mit Sicherheit sitzt uns diese Sache von damals noch schwer in den Knochen", sagt Bombenentschärfer Thorsten Lüdeke. Sein bester Freund kam damals ums Leben.

Groß geändert hat sich die Arbeit der Sprengstoffexperten seitdem aber nicht. "Hätten wir damals einen Fehler gemacht, dann hätte man mit Sicherheit etwas verändert", sagt Lüdeke. "Aber im Endeffekt können wir nicht groß etwas verändern." Das Team versuche, sich technisch immer weiter zu entwickeln und neue Entschärfungsmethoden einzuführen. "Aber von dem Faktor Mensch können wir uns nicht großartig verändern."