bedeckt München

Notfälle - Gera:Alarm im Geraer Finanzamt nach ominösen Brief: Ermittlungen

Deutschland
Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen vor dem Finanzamt in Gera. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

Gera/Erfurt (dpa/th) - Ein Brief mit einer verdächtigen Substanz im Geraer Finanzamt hat am Donnerstagmorgen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mehrere Stunden in Atem gehalten. Der Einsatz habe erst gegen Mittag beendet werden können, sagte eine Polizeisprecherin. Nun werde zu dem bislang anonymen Absender ermittelt.

Das Schreiben sei in der Poststelle der Behörde entdeckt worden, hieß es. Verletzt wurde niemand, doch wurde eine Mitarbeiterin, die mit dem Brief Kontakt hatte, vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Um welche Substanz es sich handelt, konnte vorerst nicht gesagt werden. Der Brief wurde den Angaben nach für weitere Analysen dem Landesamt für Verbraucherschutz in Bad Langensalza übergeben. Auf eine Evakuierung des Gebäudes habe verzichtet werden können.

Erst am Mittwoch hatte ominöse Post an AfD-Fraktionschef Björn Höcke für Aufregung rund um den Landtag in Erfurt gesorgt. In dem Fall konnte die Polizei am Donnerstag Entwarnung geben: Untersuchungen hätten ergeben, dass der darin enthaltene Stoff ungefährlich sei, sagte eine Sprecherin der Landespolizeiinspektion Erfurt auf Anfrage. Ob der auf dem Brief angegebene Absender tatsächlich der Urheber des Schreibens sei, werde noch ermittelt. Dazu seien auch Spuren an Höckes Wohnhaus gesichert worden. Dort war der Brief den Angaben nach erstmals aufgetaucht und dann mit dem Dienstfahrzeug des Politikers nach Erfurt gelangt.

Zur SZ-Startseite