Die Nächte im indischen Gefängnis waren nicht gut, das gibt der US-amerikanische Youtuber Mykhailo „Mishka“ Polyakov zu. Auf Beton schlafen zu müssen, fand er „ein bisschen unbequem“. Aber sonst? Zu 25 Tagen Haft wurde Polyakov, 25, im Dezember von einem Gericht in Port Blair verurteilt, weil er im Frühjahr 2025 die verbotene Insel North Sentinel betreten hatte, um für seinen Youtube-Kanal mit dem isoliert lebenden Volk der Sentinelesen in Kontakt zu kommen. Die Strafe hatte er schon im April 2025 während seiner Untersuchungshaft abgesessen, ehe er auf Kaution freikam. Und im Rückblick findet er sie „nicht schlimm“. Die Leute seien nett gewesen, sagt er bei einem Videotelefonat mit der SZ. „Das Essen war gut, das Wasser sauber und trinkbar, anders als in vielen indischen Hotels.“
Unkontaktierte Völker„Offensichtlich gibt das Klicks“
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2025 fuhr der Youtuber Mishka Polyakov zur Insel des isolierten Volks der Sentinelesen und hinterließ eine Coladose. Dafür musste er ins Gefängnis. Inzwischen ist er wieder unterwegs. Welche Bedrohung geht von Leuten wie ihm aus?
Von Thomas Hahn, Delhi
