In der großen Reiseanalyse 2025 der bisher eher einem Fachpublikum vertrauten „Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen“ kommt Nordrhein-Westfalen höchstens durchschnittlich weg. Nur Platz sieben der beliebtesten Urlaubsbundesländer, hinter Rheinland-Pfalz, immerhin vor Berlin. Dabei mangelt es ja nicht an Attraktionen: Kölner Dom, Zeche Zollverein, Bochumer Bermudadreieck, you name it. Folgt man der Argumentation der FDP im nordrhein-westfälischen Landtag, könnten zu dieser Liste bald auch die hiesigen Justizvollzugsanstalten zu zählen sein. Ja, Tatsache, der rechtspolitische Sprecher Werner Pfeil, selbst Anwalt, fürchtet „Strafvollzugstourismus“ nach NRW. Der Grund: „die attraktiven Haftbedingungen“.
Offener VollzugHinter westfälischen Gardinen
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In Nordrhein-Westfalen sind die Haftbedingungen im Vergleich zu anderen Bundesländern etwas lockerer. Nun befürchten manche einen „Knast-Tourismus“ der Straftäter kurz vor Haftantritt. Zu Recht?
Von Christoph Koopmann, Düsseldorf
