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New York: Anhörung vor Gericht:Strauss-Kahn plädiert auf "nicht schuldig"

Sein Auftritt dauert nur wenige Minute: Dominique Strauss-Kahn beteuert bei der Anklageverlesung erneut, er habe das Zimmermädchen nicht zum Oralsex gezwungen. Vor dem Gericht demonstrieren etwa hundert Frauen gegen den ehemaligen IWF-Chef.

Er bleibt dabei - auch vor Gericht: Dominique Strauss-Kahn hat am Montag bei der Anklageverlesung die Vorwürfe gegen ihn erneut zurückgewiesen - und auf "nicht schuldig" plädiert. Dem 62-Jährigen wird vorgeworfen, Mitte Mai ein Hotel-Zimmermädchen in New York sexuell angegriffen zu haben.

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Dominique Strauss-Kahn bei der Ankunft vor dem Supreme Court in Manhattan.

(Foto: AFP)

Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten etwa einhundert Frauen, die den ehemaligen IWF-Chef mit dem Ruf "Schäm Dich!" begrüßten.

Für Strauss-Kahn ist der erste Gerichtstermin seit seiner Freilassung aus der Untersuchungshaft auf Kaution vor mehr als zwei Wochen. Er wies alle Anklagepunkte zurück - und beteuerte, er habe das Zimmermädchen nicht zum Oralsex gezwungen. Die 32-jährige Afrikanerin muslimischen Glaubens hatte auf ihrer Uniform Spermaspuren - ein DNA-Test hatte ergeben, dass sie von Strauss-Kahn stammen.

Bei dem nur wenige Minuten dauernden Auftritt wurde Strauss-Kahn von seiner Frau Anne Sinclair und seinen Anwälten Benjamin Brafman und William Taylor begleitet. Die Verteidigung dringt darauf, schnellstmöglich Einblick in die Unterlagen und Zeugenbefragungen der Staatsanwaltschaft zu bekommen. Am 18. Juli sollen sich alle Parteien wieder vor Gericht treffen.

Nach Einschätzung von US-Medien wird Strauss-Kahns Verteidigung zu beweisen versuchen, dass es mit Einverständnis der Frau zum Sex gekommen ist. "Die Behauptungen, dass es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt habe, sind grotesk", sagte der Anwalt der Frau, Ken Thompson, im Anschluss an die Anhörung vor Journalisten. "Sie wird selbst vor Gericht erscheinen und schildern, was Dominique Strauss-Kahn ihr angetan hat." Sie sei traumatisiert durch die Geschehnisse.

Der Prozess selbst wird voraussichtlich noch vor Ende des Jahres beginnen. Strauss-Kahn bleibt bis auf weiteres unter Hausarrest. Er wohnt nur wenige Minuten vom Gericht entfernt in einem luxuriösen Stadthaus im New Yorker Inviertel Tribeca.

Die Anhörung war erneut von großem Medieninteresse begleitet. Schon am frühen Morgen hatten sich Kamerateams vor dem Gerichtsgebäude an der Centre Street in Manhattan aufgebaut. Um kurz vor sieben Uhr (Ortszeit) warteten bereits rund 40 Journalisten vor dem wuchtigen Bau, um sich einen der begehrten Plätze im Gerichtssaal zu sichern.

Strauss-Kahn war infolge der Vorwürfe, die Mitte Mai publik wurden, als IWF-Chef zurückgetreten. Der Fall hat international hohe Aufmerksamkeit erregt, auch weil Strauss-Kahn als aussichtsreicher Kandidat für die französischen Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr galt und damit als Herausforderer von Amtsinhaber Nicolas Sarkozy.

Wo sich die Klägerin derzeit befindet, ist unbekannt. Um sie und ihre junge Tochter vor der Öffentlichkeit zu schützen, lebt sie seit dem Vorfall am 14. Mai an einem geheimen Ort.

Sex-Skandal um Strauss-Kahn

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