Neubrandenburg:Revision gegen Hafturteil für Kindesmissbrauch eingelegt

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Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. (Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild)

Das Hafturteil das Landgerichtes Neubrandenburg wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs gegen einen Mann aus Ueckermünde wird wohl vom Bundesgerichtshof...

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Neubrandenburg (dpa) - Das Hafturteil das Landgerichtes Neubrandenburg wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs gegen einen Mann aus Ueckermünde wird wohl vom Bundesgerichtshof überprüft. Wie ein Sprecher des Landgerichtes am Montag erklärte, hat die Verteidigung des 36-Jährigen fristgerecht Revision gegen das Urteil eingelegt. Der Ueckermünder war am 21. Oktober zu acht Jahren und neun Monate Freiheitsstrafe verurteilt worden. Zudem wurde angeordnet, dass vor einer Entlassung eine Sicherungsverwahrung wegen seiner ausgeprägten pädosexuellen Neigung geprüft werden muss. Der Fall gehört zum sogenannten Missbrauchskomplex Münster.

Nach Auffassung der Richter hatte sich der Mann 2019 mehrfach mit einem Jungen und dessen Stiefvater aus Münster getroffen. Der Stiefvater Adrian V. war mit dem Kind nach Ueckermünde gekommen, wo der Verurteilte sich in seiner Wohnung und einer extra gemieteten Ferienwohnung mehrfach an dem damals Neunjährigen sexuell vergangen habe. (AZ: 23 KLs 7/21 jug).

Die Männer hatten sich in einschlägigen Internetchats kennengelernt. Der 36-Jährige hatte den Missbrauch trotz zahlreicher Indizien, wie Handyaufnahmen, laut Gericht über seine Anwälte bestritten und in dem nicht öffentlichen Prozess geschwiegen. Auf dem Computer in seiner Wohnung wurden laut den Behörden zudem mehr als eine Million Dateien mit kinderpornografischen Inhalten sichergestellt, weshalb ein weiteres Verfahren läuft.

Adrian V. gilt als Drahtzieher in dem Komplex, der sich um Vergewaltigungen von Kindern in einer Gartenlaube in Münster und anderen Orten in Deutschland dreht. Der IT-Techniker wurde im Mai 2020 festgenommen und vor wenigen Monaten zu 14 Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Er soll seinen Stiefsohn gegen Geld auch anderen Männern zum Missbrauch überlassen haben. 

© dpa-infocom, dpa:211101-99-816872/2

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