bedeckt München 15°

Naturkatastrophe:Schweres Erdbeben erschüttert den Süden Mexikos

  • In Mexiko hat es ein Erdbeben gegeben. Es ist mit einer Stärke von 7,2 heftiger als jenes im vergangenen Herbst. Damals kamen fast 400 Menschen ums Leben.
  • Todesopfer oder Verletzte wurden bei dem jetzigen Beben bisher nicht gemeldet. In fast einer Million Haushalten fiel vorübergehend der Strom aus.
  • Zu einem tödlichen Unfall kam es, als der Hubschrauber des Innenministers auf dem Weg ins Erdbebengebiet abstürzte. Der Politiker blieb unverletzt.

In Mexiko hat sich am Freitagabend ein schweres Erdbebeben ereignet. Es hat mit einer Stärke von 7,2 den Süden und die Mitte des Landes erschüttert. Auch die Hauptstadt Mexiko Stadt ist betroffen.

Das Beben begann um 17:39 Uhr Ortszeit und dauerte etwa zwei Minuten. In der Haupstadt des Landes liefen die Menschen aus schwankenden Gebäuden auf die Straße. In fast einer Million Haushalten fiel vorübergehend der Strom aus. Einige Krankenhäuser wurden evakuiert. Es gebe aber nur kleinere Schäden, die Stadt "funktioniert normal", sagte der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Miguel Ángel Mancera.

Nach Angaben von Geologen der US-Erdbebenwarte lag das Epizentrum etwa 37 Kilometer nordöstlich der Stadt Pintopa im Bundestaat Oaxaca.

Über Opfer sei bisher wenig bekannt, erklärte der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente. Der Katastrophenschutz prüfe derzeit die Lage in den Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas, Michoacán, Puebla und in Mexiko-Stadt an. Mit einem Tsunami sei nicht zu rechnen, schrieb Puente auf Twitter. Innerhalb einer knappen Stunde wurden 59 Nachbeben registriert. Das schwerste hatte eine Stärke von 5,9.

Das Innenministerium teilte mit, dass es ein Hubschrauberunglück gegeben habe. An Bord waren demnach Mexikos Innenminister Navarrete und der Gouverneur von Oaxaca. Bei dem Absturz seien mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Der Innenminister blieb unversehrt.

Erinnerung an Erdbeben Anfang September

Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hatte am 19. September vergangenen Jahres 228 Menschen in der Hauptstadt und weitere 141 im ganzen Land das Leben gekostet. Knapp 40 Häuser stürzten sofort ein, Hunderte weitere wurden schwer beschädigt und mussten abgerissen werden.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

© SZ.de/AP/dpa/kler

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite