bedeckt München
vgwortpixel

Naturkatastrophe:Mehr als 200 Menschen sterben bei Sturm auf den Philippinen

  • Der Süden der Philippinen ist von einem heftigen Sturm getroffen worden.
  • Mindestens 200 Menschen sind ums Leben gekommen, viele werden vermisst.

Bei schweren Unwettern auf den Philippinen sind mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 144 Personen wurden nach offiziellen Angaben vom Sonntag vermisst. Besonders betroffen von dem Tropensturm waren die Provinzen Lanao del Norte und Lanao del Sur sowie die Zamboanga-Halbinsel. Tausende Menschen retteten sich in Notunterkünfte, Tausende weitere saßen an Flughäfen und Häfen fest. Mehrere Flüge mussten gestrichen werden. Die Küstenwache verbot Fähren wegen der rauen See die Ausfahrt.

Der Sturm Tembin war am Freitag an der Ostküste von Mindanao im Süden der Philippinen auf Land getroffen. Heftige Regenfälle lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus. "Das Flutwasser kam so schnell vom Berg hinab und spülte Menschen und Häuser weg", sagte Bing Edding, Bürgermeister der Stadt Sibuco in der Provinz Zamboanga del Norte. Er machte die jahrelange Abholzung in den Bergen nahe Anungan für die Tragödie verantwortlich.

Besonders schwer wurde die Region um die Stadt Tubod auf Mindanao getroffen. Das Bergdorf Dalama wurde nach Polizeiangaben vollständig zerstört. Ein Fluss sei über die Ufer getreten und habe fast alle Häuser weggeschwemmt, sagte ein Polizist aus Tubod. "Das Dorf ist nicht mehr da." Geröll- und Schlammlawinen zerstörten nach Behördenangaben zudem Dutzende Häuser in der Stadt Piagapo. Rettungskräfte suchten nach mehr als 30 Personen, die von Fluten in dem Fischerdorf Anungan fortgespült worden seien, sagte der Bürgermeister der Stadt in der Provinz Zamboanga del Norte.

2013 starben beim Sturm Haiyan mehr als 7000 Menschen

Von Mindanao, wo mehr als 20 Millionen Menschen leben, zog der Sturm am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Stundenkilometern weiter nach Westen über die Sulusee.

Erst vor knapp einer Woche war der Tropensturm Kai-Tak mit heftigen Regenfällen über die Philippinen hinweggezogen. 54 Menschen kamen ums Leben, 24 weitere werden noch vermisst. Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen und anderen Stürmen getroffen. Zu den schlimmsten Stürmen in der jüngeren Vergangenheit zählte der Supertaifun Haiyan, der das Land im November 2013 traf. Mehr als 7350 Menschen starben, ganze Städte wurden verwüstet.

Naturkatastrophe Kalifornien ordnet wegen Waldbränden Evakuierung an Bilder

USA

Kalifornien ordnet wegen Waldbränden Evakuierung an

Die Flammen haben bereits mehr als 1000 Gebäude zerstört. Wind und Trockenheit könnten die Lage noch verschlimmern.