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Natascha Ochsenknecht:"Und ich habe ihn nicht davor geschützt"

Natascha Ochsenknecht auf der Leipziger Buchmesse Messe Leipzig Deutschland vom 15 bis 18 03 2

"Ich bin wütend, weil einfach zu viele Menschen wegschauen", sagt Natascha Ochsenknecht zum Thema Kindesmissbrauch.

(Foto: Manfred Segerer/Imago)

Vor 25 Jahren wurde Natascha Ochsenknechts ältester Sohn von einem Bekannten missbraucht. Nun startete sie eine Petition für härtere Strafen bei Kindesmissbrauch, und erzählt, wie sie damals damit umging.

Interview von Thorsten Schmitz

Zum Interview in einem Café in Berlin-Mitte kommt die Schauspielerin und Autorin Natascha Ochsenknecht, 55, mit ihrem Handy. Es summt ununterbrochen, seit sie vor ein paar Tagen eine Petition gestartet hat, in der sie von Familienministerin Franziska Giffey und Justizministerin Christine Lambrecht (beide SPD) eine Gesetzesänderung fordert, um Pädokriminelle härter zu bestrafen. Dass Ochsenknecht die Petition angestoßen hat, hat biografische Gründe: Ihr Sohn Wilson, heute 30, wurde als Kind von einem Bekannten der Familie missbraucht. Wilson, der als Schauspieler und Musiker arbeitet, hat sich nun selbst auf Instagram zu Wort gemeldet. Er habe verstanden, "dass es eine Krankheit ist". Das sollte aber nicht vor einer Strafe schützen. "Wer sich jedoch nicht frühzeitig Hilfe sucht und zu weit geht, muss ordentlich bestraft und eingesperrt werden."

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