Schwer zu sagen, welche Wendung das Leben von Nadja Abd el Farrag genommen hätte, wäre sie auf der Suche nach ein wenig Zerstreuung nicht an einem Abend Ende der Achtzigerjahre in die Hamburger Disco „Mezzanotte“ gegangen. Sie war Mitte zwanzig, hatte eine Ausbildung als Apothekenhelferin gemacht, jobbte in der Boutique einer Freundin. In jener Nacht traf sie den Mann, der fortan ihr Schicksal bestimmen sollte, auch später, als sie schon längst getrennt waren: Dieter Bohlen, blonder Teil von Modern Talking, Musikproduzent mit BWL-Abschluss, für die Boulevardmedien seit Jahrzehnten nur: der „Pop-Titan“ aus Tötensen.
Zum Tod von Nadja Abd el FarragFür immer Naddel
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Nadja Abd el Farrag 1999 im Studio des RTL-II-Erotikmagazins „Peep“. Sie moderierte ein paar Folgen und war damit eine der Nachfolgerinnen einer gewissen Verona Feldbusch.
Wolfgang Langenstrassen/dpaElf Jahre lang war Nadja Abd el Farrag die Frau an Dieter Bohlens Seite. Nie schaffte sie es, seinen Schatten loszuwerden. Erinnerungen an ein Treffen mit einer Frau, die anders war als ihr öffentliches Zerrbild.
Von Mareen Linnartz
