Nach RTL-Bericht über schwere Hygienemängel:Burger King schließt zwei Filialen

Burger King Worldwide Inc. Products & Signage Ahead Of Earns

Ein Schild der Fastfoodkette Burger King in den USA. In Deutschland hat ein TV-Journalist schwere Vorwürfe gegen einen Franchisenehmer des Unternehmens erhoben.

(Foto: Bloomberg)

Abgelaufene Lebensmittel, Darmbakterien und unbezahlte Überstunden: Die Fastfoodkette Burger King reagiert auf die schweren Vorwürfe und schließt zwei Filialen.

Die Fastfoodkette Burger King hat zwei Restaurants wegen Hygienemängel und schlechter Arbeitsbedingungen vorübergehend geschlossen. Damit reagiert die Fastfoodkette auf einen RTL-Bericht, in dem schwere Vorwürfe gegen einen Burger-King-Lizenznehmer erhoben wurden.

Seit Freitag seien Teams für Lebensmittelsicherheit und Restaurantmanagement bei Sonderinspektionen im Einsatz, teilte Burger King mit. Die beiden geschlossenen Läden des betroffenen Franchisenehmers würden erst wieder geöffnet, wenn die Missstände behoben sind. Wo sich die beiden Restaurants befinden, blieb zunächst unklar. Die Pressestelle des Unternehmens war für weitergehende Informationen nicht zu erreichen.

Küchendienst in Klo-Kleidung

Am Montagabend hatte RTL in der Sendung "Team Wallraff - Reporter Undercover" über schlechte Hygiene und Arbeitsbedingungen in Restaurants eines selbstständigen Lizenznehmers berichtet, der mehrere Burger King Restaurants betreibt. Ein verdeckt arbeitender Reporter hatte in der Sendung darüber berichtet, dass Lebensmittel, die nach internen Richtlinien nicht mehr verwendet werden durften, mit neuen Etiketten versehen und weiter verarbeitet wurden. In einer Küche seien Darmbakterien nachgewiesen worden. Manche Mitarbeiter hätten nach dem Reinigen von Toiletten in derselben Kleidung Küchendienst geleistet.

Das betroffene Unternehmen wird zudem seit Monaten von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) wegen schlechter Arbeitsbedingungen kritisiert. Die NGG unterstützt zahlreiche Mitarbeiter in Arbeitsgerichtsprozessen. Von dem Franchisenehmer war ebenfalls keine Stellungnahme zu erhalten.

Burger King ist seit 1976 in Deutschland vertreten. Die knapp 700 Restaurants werden fast alle von unabhängigen Unternehmern im Franchisesystem betrieben. Dabei stellt der Franchisegeber Marke und Produkte zur Verfügung, der Franchisenehmer betreibt einzelne Filialen.

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