Nach Hochhausbrand:Adele überrascht Londoner Feuerwehr mit Kuchen

Nach Hochhausbrand: Die 29-jährige Adele besuchte die Feuerwache gemeinsam mit ihrem Ehemann.

Die 29-jährige Adele besuchte die Feuerwache gemeinsam mit ihrem Ehemann.

(Foto: AP)
  • Das Feuer in dem Sozialbau Grenfell Tower im Stadtteil Kensington war in der Nacht zum vergangenen Mittwoch ausgebrochen.
  • Nun hat Sängerin Adele die Feuerwehr bereits zum zweiten Mal besucht.
  • Derweil gerät die Regierung weiter in Kritik: Laut BBC zufolge sollen Experten sie über den unzureichenden Feuerschutz in Hochhäusern wie dem Grenfell Tower informiert haben.

Knapp eine Woche nach dem katastrophalen Hochhausbrand in London hat Sängerin Adele Feuerwehrleute in London besucht. "Nicht jeden Tag schaut die wunderbar geerdete und fürsorgliche Adele in der Feuerwache in Chelsea zu einer Tasse Tee und einer Umarmung vorbei", schreibt Feuerwehrmann Rob Petty auf Facebook.

Die 29-jährige Britin besuchte die Wache gemeinsam mit ihrem Ehemann. "Sie klopfte am Fenster und sagte, sie hätte Kuchen für uns", zitierte die britische Nachrichtenagentur PA den Leiter der Wache, Ben King. Die Sängerin war bereits kurz nach dem Brand zum Grenfell Tower gekommen und hatte Betroffenen Trost gespendet.

Das Feuer in dem Sozialbau im Stadtteil Kensington war in der Nacht zum vergangenen Mittwoch ausgebrochen. Die Polizei geht mittlerweile von mindestens 79 Todesopfern aus. Nach jüngsten Angaben des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS werden noch 14 Menschen in Krankenhäusern behandelt, acht sind in einem kritischen Zustand.

Experten sollen vor Brandgefahr gewarnt haben

Die Behörden und das zuständige Bauunternehmen waren nach dem Brand in die Kritik geraten. Die erst vor kurzer Zeit angebrachte Verkleidung des Gebäudes soll zur Katastrophe beigetragen haben, da sie brennbar war.

Einem Bericht des britischen Senders BBC zufolge sollen einzelne Regierungsstellen über unzureichenden Feuerschutz in Hochhäusern wie dem Grenfell Tower informiert gewesen sein. Demnach haben Experten gewarnt, dass solche Hochhäuser bedroht seien. Die oppositionelle Labour-Partei forderte die Regierung zu einer Stellungnahme auf.

Die Feuerkatastrophe von London gehört zu den folgenschwersten Hochhausbränden weltweit. Berichten zufolge lebten zwischen 400 und 600 Menschen in dem 24 Stockwerke hohen Sozialbau.

© SZ.de/dpa/dit/gal
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