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Nach FPÖ-Erfolg in Österreich:Elyas M'Barek mag nimmer

Elyas M'Barek hat einen Pass abzugeben.

(Foto: Stephan Rumpf)

Die Rechtspopulisten haben die erste Runde der Bundespräsidentenwahl in Österreich gewonnen. Nun will einer der bekanntesten Bürger seinen Pass verschenken.

Die Bundespräsidentenwahl in Österreich könnte schwerwiegende Folgen für das Land haben. Zum einen, weil die Rechtspopulisten von der FPÖ als klarer Sieger aus dem ersten Wahlgang hervorgingen. Zum anderen, weil Österreich einen seiner bekanntesten Bürger verlieren könnte, sofern dieser ernst macht: Elyas M'Barek. Der kommentierte den Sieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer nämlich so:

Der Schauspieler meldete sich dafür aus dem Urlaub, vorher postete er auf Instagram Bilder, die ihn am Strand zeigen.

M'Barek wuchs als Sohn einer Österreicherin und eines Tunesiers in München auf. 2012 sagte er der Zeitschrift Grazia, auf einen deutschen Pass keinen Wert zu legen: "Wir leben doch in der EU, weshalb sollte ich zu tausend Ämtern rennen? Das einzige Manko ist, dass ich in Deutschland nicht wählen darf. Ansonsten würde sich durch einen deutschen Pass für mich überhaupt nichts ändern", so der Schauspieler damals.

Keine Vorteile bei USA-Reisen

Bei Reisen in die USA verspricht sich M'Barek ohnehin von keiner EU-Staatsbürgerschaft Vorteile. Wegen seines arabischen Namens hätte er - Österreicher hin oder her - regelmäßig Probleme bei der Einreise, sagte M'Barek vor wenigen Monaten dem Tagesspiegel.

In dem Interview bekannte sich der Star der "Fack ju Göhte"-Filmreihe auch zu seinem Engagement gegen Pegida. "Da hört bei mir der Spaß auf", so M'Barek zu dem Versuch der Pegidisten, Fremdenfeindlichkeit in Deutschland wieder salonfähig zu machen.

Für Österreich gibt es noch Hoffnung: Am 22. Mai findet der zweite Wahlgang statt. Erst dann steht fest, wer in die Hofburg einzieht.

© SZ.de/max/kat/feko

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