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Nach Erdbeben in Chile:Hunderte Häftlinge getürmt

Bei dem heftigen Erdbeben in Chile ist auch eine Mauer des Gefängnisses in Chillán eingestürzt. Mehr als 260 Häftlinge nutzten die Gelegenheit und flohen.

Mehr als 260 Häftlinge eines Gefängnisses in der chilenischen Stadt Chillán haben das verheerende Erdbeben der Stärke 8,8 am Samstag zur Flucht genutzt. Die Erdstöße hätten eine der Mauern der Haftanstalt zum Einsturz gebracht, teilten die Behörden mit.

Die Wachen versuchten noch, die Häftlinge aufzuhalten und eröffneten das Feuer. Dabei starben drei Insassen.

Mindestens vier Häftlinge seien schon zuvor durch das Erdbeben ums Leben gekommen. Auch ein Wachmann wurde durch Trümmer verletzt. Die entflohenen Gefangenen hätten anschließend im Zentrum der Stadt Geschäfte und Häuser geplündert und mehrere Gebäude in Brand gesetzt. 28 Häftlinge wurden inzwischen wieder eingefangen, hieß es. Die Regierung entsandte Soldaten in die Stadt in der Nähe von Concepción, um die Bürger zu schützen.