Valérie Trierweiler über Hollande:"Alles was ich schreibe ist wahr"

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Valerie Trierweiler

Valérie Trierweiler hat ein Buch über ihre gemeisame Zeit mit Frankreichs Präsident Hollande geschrieben.

(Foto: AFP)

Sie habe zu sehr unter Lügen gelitten, sagt Valérie Trierweiler - und verspricht in ihrem neuen Buch aufrichtig zu sein. Darin schreibt sie detailliert über die gemeinsame Zeit mit Frankreichs Präsident Hollande und darüber, wie sie von dessen mutmaßlicher Affäre erfuhr.

  • Die ehemalige Freundin von Frankreichs Präsident Hollande veröffentlicht am Donnerstag ihr Buch "Danke für diese Zeit". Darin schreibt sie über ihre gemeinsame Zeit mit dem französischen Staatschef.
  • In dem Buch geht es auch um den Zeitpunkt, als Trierweiler von der mutmaßlichen Affäre zwischen Hollande und Julie Gayet erfahren hat.

Das Buch

"Alles was ich schreibe ist wahr": Mit diesem Zitat kündigt Valérie Trierweiler ihr Buch an, das am Donnerstag erscheint. Darin geht es um ihre gemeinsame Zeit mit Frankreichs Präsident Hollande - wobei auf den 320 Seiten auch nicht ausgelassen wird, wie sie von der angeblichen Affäre von Hollande mit der Schauspielerin Julie Gayet erfuhr. Die Auszüge, die vorab im Magazin Paris Match - für das Trierweiler arbeitet - erschienen sind, sind so intim, dass sich beim Lesen eine gewisse Befremdlichkeit einstellt.

Die Journalistin versichert im Klappentext des Buches gleich mehrfach, dass sie nichts Unwahres schreibe. Ihre Begründung: "Im Elysée-Palast fühlte ich mich manchmal wie in einer Reportage. Und ich habe zu sehr unter Lügen gelitten, als dass ich selber eine sagen würde." Hollande und Trierweiler waren jahrelang ein Paar. Im Mai 2012 zog Trierweiler an Hollandes Seite in den Elysée-Palast.

Die 49-Jährige schrieb das Buch laut Paris Match unter "größter Geheimhaltung". Allerdings hatte die Ex-Première-Dame bereits Ende Januar angedeutet, ein Buch über ihre Zeit im Elysée-Palast schreiben zu wollen - wenige Tage, nachdem sich Hollande nach Berichten über seine Liebesaffäre mit der Schauspielerin Julie Gayet von ihr getrennt hatte.

Magazin wegen Fotos zur angeblichen Affäre mehrfach verurteilt

Das Magazin Closer ist am Dienstag zum zweiten Mal im Zusammenhang mit der Affäre verurteilt worden. Ein Gericht verhängte wegen der Veröffentlichung eines Fotos von Gayet Geldstrafen gegen zwei Verantwortliche des People-Magazins. Auch ein Paparazzo wurde verurteilt. Dabei geht es um ein Bild, das Closer am 17. Januar von der 42-Jährigen abgedruckt hat - in der Bildunterschrift heißt es: "In diesem weißen Citroën fährt Julie Gayet zu ihren Treffen mit dem Präsidenten."

Closer hatte im Januar über eine Liebesaffäre zwischen Hollande und Gayet berichtet und damit weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Etwa zwei Wochen später trennte sich Hollande von Trierweiler.

In der französischen Rechtsprechung wird das Innere eines Autos als privater und nicht als öffentlicher Raum eingestuft. Das Strafgericht von Nanterre bei Paris verhängte daher Geldstrafen von jeweils 3000 Euro auf Bewährung gegen die Redaktionschefin Laurence Pieau und die Chefin des Verlags Mondadori Magazines France, Carmine Perna. Mondadori gibt Closer heraus. Der Paparazzo Laurent Viers wurde für schuldig befunden, das Foto von Gayet gemacht zu haben. Gegen ihn verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 1000 Euro auf Bewährung.

Bereits im März musste das Magazin Schadenersatz zahlen. Julie Gayet hatte damals wegen Verletzung ihrer Privatsphäre 50 000 Euro gefordert. Sie bekam von einem Gericht 15 000 Euro Schadenersatz zugesprochen.

Gayets Anwalt erfreut über Urteil

"Das ist eine wichtige Entscheidung", sagte Gayets Anwalt Jean Ennochi nach der jüngsten Entscheidung des Gerichts. "Es ist das erste Mal, dass die Leiterinnen von Closer in der Angelegenheit von einem Strafgericht verurteilt wurden. Das wird in ihrem Vorstrafenregister auftauchen." Pieau und Perna wollten sich nicht zu dem Urteil äußern.

Gayet hatte Viers als den Paparazzo identifiziert, der sie Anfang Januar während einer Autofahrt verfolgt hatte. "Ich bin ihn nicht losgeworden", sagte sie den Ermittlern und beklagte eine wahre "Verfolgungsjagd". Eine Handy-Ortung zeigte zudem, dass sich Viers am fraglichen Tag in der Nähe der Schauspielerin aufgehalten hatte. Viers räumte vor Gericht nur ein, die Schauspielerin verfolgt zu haben, "um Informationen zu bekommen". Das Foto habe er aber nicht geschossen.

Andere Ex-Präsidentengattinen-Bücher

Offenbar gibt es unter den ehemaligen Präsidentengattinen mehrere Frauen, die das Bedürfnis haben, sich schriftlich mitzuteilen: 2013 hatte die Ex-Frau von Nicolas Sarkozy, Cécilia Attias, ein Buch über ihre Zeit an der Seite des konservativen Politikers geschrieben.

Er war zwischen 2007 und 2012 Frankreichs Staatschef. Das Buch wurde zehntausende Mal verkauft. Das Paar war nur einige Monate nach Sarkozys Wahlsieg geschieden worden. Inzwischen ist Sarkozy mit der Sängerin Carla Bruni verheiratet.

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